Fußball: Das Spiel des Jahres

Fußball: Das Spiel des Jahres

Bezirksliga-Spitzenspiel: Verfolger SV Grieth fordert morgen den noch ungeschlagenen Tabellenführer RSV Praest heraus. Eine der beiden Mannschaften spielt in der nächsten Saison in der Landesliga.

"Niederlage" – dieser Begriff klingt rund um das Volksbank-Stadion am Offenberg schon wie ein Fremdwort. Sage und schreibe 28 Meisterschaftsspiele in Serie hat der Fußball-Bezirksligist mittlerweile ungeschlagen überstanden. Die Dominanz der Gelb-Schwarzen wird immer beeindruckender. Sollte morgen die "29" hinzukommen, stünde dem Aufstieg in die Landesliga wohl kaum noch etwas im Wege.

Allerdings müssen die Schützlinge von Trainer Roland Kock den dicksten Brocken auf dem Weg in Richtung Meisterschaft aus dem Weg räumen. Um 15 Uhr wird das Gipfeltreffen der Liga angepfiffen: Verfolger SV Grieth, vor dem Start als Topfavorit Nummer eins gehandelt, fordert dann den Spitzenreiter heraus. Auf den ersten Blick sieht der aktuelle Vorsprung des RSV Praest auf die Mannschaft um Trainer Franz-Josef Tenhagen noch recht komfortabel aus. Ein Polster von acht Punkten – das nennt man gemeinhin eine Stange Holz. Doch der SV Grieth hat noch ein Nachholspiel gegen den Tabellenletzten Olympia Bocholt in der Hinterhand. RSV-Coach Roland Kock: "Und deshalb haben wir nur fünf Punkte Vorsprung."

Nach der langen Winterpause weiß der Tabellenführer immer noch nicht so recht, wo er leistungsmäßig steht. Zunächst musste sich der RSV mit einem mageren 1:1 bei Olympia begnügen. Am vergangenen Sonntag reichte eine allenfalls durchschnittliche Leistung, um das Derby gegen den VfB Rheingold mit 2:0 zu gewinnen.

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"Es fällt noch keine Entscheidung"

Kock rechnet allerdings im "Spiel des Jahres" fest mit einer deutlichen Leistungssteigerung seiner Spieler. "Wir werden uns mit Sicherheit in Grieth nicht verstecken. Meine Mannschaft kann überhaupt nicht auf Unentschieden spielen, sondern wird konsequent ihre Chancen suchen. Und dann warten wir einmal ab, was am Ende dabei herauskommt. Die Meisterschaft wird ohnehin noch nicht in diesem Spiel entschieden", meinte der Praester Trainer.

Der Spitzenreiter muss nach wie vor ohne seinen Spielmacher Emin Baran auskommen, der aus beruflichen Gründen erst in der nächsten Woche wieder zur Mannschaft stößt. Außerdem bangt der RSV um den Einsatz von zwei Leistungsträgern, die noch Erinnerungen an das Derby mit sich herumschleppen. Mittelfeldspieler Kay Seidler erlitt gegen Rheingold eine Blessur am Knie. Und Patrick Gottschling, der in der Abwehr gegen den Lokalrivalen kaum gefordert wurde, zog sich eine Fußverletzung zu. Kock: "Ich hoffe, dass die beiden dennoch in Grieth auflaufen können."

(RP)