Fußball: SV Grieth Nummer zu groß

Fußball: SV Grieth Nummer zu groß

Fußball-Bezirksligist Blau-Weiß Bienen musste sich gegen den Titelaspiranten mit 0:1 geschlagen geben. Die Heimniederlage hätte allerdings auch wesentlich deutlicher ausfallen können.

Die "Weihnachtsbaum-Aufstellung" brachte dieses Mal keine Punkte. Rolf Sent hatte den Fußball-Bezirksligisten Blau-Weiß Bienen mit einem defensiven 4-3-2-1-System ins Heimspiel gegen den SV Grieth geschickt. Letztlich gingen die Punkte aber über den Rhein. Hochverdient setzte sich der Aufstiegsaspirant mit 1:0 (0:0) im Rhein-Lander-Stadion durch.

Der Spielverlauf war gestern alles andere als überraschend. Die Gäste aus Grieth bestimmten von Beginn an das Geschehen, versäumten es aber, aus ihren Chancen Kapital zu schlagen. Über einen 0:3-Rückstand zur Pause hätte sich die Biener Mannschaft nicht beschweren dürfen. Nach sechs Minuten setzte sich Joey Massop auf dem linken Flügel durch. Nach seinem mustergültigen Zuspiel schoss Kai Esser den Ball jedoch über das Biener Tor.

Kopfball an den Innenpfosten

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Überhaupt schien der Griether Torjäger gestern vom Pech verfolgt. Nach spätestens 20 Minuten hätte es 0:1 aus Biener Sicht stehen müssen. Ein Kopfball von Esser prallte vom Innenpfosten in die Arme von Bienens Keeper Sebastian Potrykus. "Wir müssen enger stehen", analysierte Bienens Trainer Sent die Anfangsphase. Glück hatte der Griether Pascal Seitz in der 26. Minute, als der Schiedsrichter Martin Ulankiewicz seinen Schlag auf den Hinterkopf von Jens Lamers übersah. Das gesamte Geschehen spielte sich in der Biener Platzhälfte ab. Der Gastgeber kam erstmals in der 35. Minute vor das Griether Tor. Ein Kopfball von Martin Wingers verfehlte jedoch das Gehäuse. Zwei Minuten später hatte Bienen erneut Glück, als ein Schuss von Esser gegen die Latte prallte (37.).

Wohl jedem war bereits vor Spielbeginn klar, dass die Gäste im spielerischen Bereich klare Vorteile besitzen würden. BW Bienen verlegte sich aber zu sehr darauf, die Bälle unüberlegt aus der Abwehr zu schlagen. Eine Entlastung fand quasi zu keiner Zeit statt. Die Führung der Gäste war letztlich eine Frage der Zeit, ließ allerdings bis zur 70. Minute auf sich warten. Der eingewechselte Alfa Sanko traf aus kurzer Entfernung mit einem strammen Schuss zum 1:0, wobei er nicht so frei hätte zum Abschluss kommen dürfen.

"Der Sieg des SV Grieth ist verdient. Der Druck war enorm groß. Wir waren nicht in der Lage, uns vernünftig zu befreien", erklärte Sent nach der Partie. Nach der Niederlage hat seine Mannschaft drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Am Mittwoch steht für die Blau-Weißen ab 20 Uhr auf eigenem Platz das wichtige Nachholspiel gegen den Drittletzten Siegfried Materborn an.

(RP)