Duisburg: Sturm beschädigte vor allem Buchen und Eichen

Duisburg : Sturm beschädigte vor allem Buchen und Eichen

Nach den schweren Stürmen begutachtete Stadtförster Axel Freude gestern Vormittag die Schäden, die Wind und Starkregen in den Wäldern der Stadt angerichtet haben. "Es ist schon erheblich. Ich denke, wir werden mit er Beseitigung großen Aufwand haben", so Freude.

Zwar seien viele Bäume stehen geblieben, jedoch so beschädigt, dass sie wahrscheinlich gefällt werden müssen. "Besonders die Buchen haben es abgekriegt. Durch den Starkregen war schon sehr viel Wasser auf den Blättern. Das Gewicht in Kombination mit dem Sturm war dann ausschlaggebend. Ich vermute, das ging lokal schon Richtung Orkan", erklärte der Stadtförster.

Das Ausmaß der Schäden im Wald sei jedoch keinesfalls mit denen von Orkan Kyrill im Jahr 2007 vergleichbar. Der Sturm schlug damals ganze Schneisen in die Grünflächen der Stadt. "Jetzt sind eher Einzelbäume und kleinere Baumkollektive betroffen. Trotzdem ist es sehr aufwendig, hinterherzuarbeiten", so Freude.

Erst wenn Straßen, Wege und bewohnte Grundstücke von Ästen und Stämmen befreit sind, "gucken wir, welche noch stehenden Bäume bleiben können und wo es Sinn macht, umgefallene durch neue zu ersetzen. Zum Glück haben wir in den vergangenen Jahren schon vorgesorgt. Es ist viel Unterholz im Boden, das von allein nachwächst", so der Stadtförster.

Die Häufung der heftigen Sommerstürme in den vergangenen zehn bis 15 Jahre bereitet dem Stadtförster Sorgen: "Die Unsicherheit wird größer. Es ist fraglich, wie lange unser alter Baumbestand noch stehen wird", so Freude.

Bei aller Belastung für die Wälder war Axel Freude jedoch gestern vor allem froh darüber, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. "Das ist das doch das Allerwichtigste", sagte er.

(spie)
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