Stadtsportbund: Widerstand gegen die Kürzungen

Stadtsportbund: Widerstand gegen die Kürzungen

Die Mitgliederversammlung des Stadtsportbunds am Donnerstagabend in der Sportschule Wedau war geprägt vom Widerstand gegen die drohenden Kürzungen oder gar Streichungen der Zuschüsse für die Vereine durch die Stadt.

Die Vereinsvertreter verabschiedeten einstimmte eine entsprechende Resolution. Darin protestiert die Dachorganisation der 500 Sportvereine mit insgesamt 100.000 Mitgliedern gegen Einschnitte bei der Förderung des Leistungssports, der Unterstützung von Vereinsanlagen und für Veranstaltungen in der Stadt. Die Parteien erhalten darüber Nachricht noch vor der Ratssitzung am Montag.

Aber es gab am Donnerstag noch mehr zu tun, als zu protestieren. Die Mitglieder hatten zu wählen und taten dies einmütig. Franz Hering wird auch in den kommenden drei Jahren als Vorsitzender den SSB führen. Hering hatte das Amt nach dem Tod von Karl Weeke 2005 übernommen.

Ebenfalls einstimmig wurden Paul Hoffmann, Dr. Gerd Görtz und Harald Kühne als Stellvertreter wiedergewählt. Abschied zu nehmen und zu vergolden: Heinz-Gerd Janßen, der ausscheidenden Betriebsleiter von DuisburgSport, erhielt die Goldenen Ehrennadel des Stadtsportbundes für seine langjährigen Verdienste um den Sport in Duisburg.

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Davor und danach aber stand wieder das Sparpaket der Stadt im Mittelpunkt. In einer durchaus kämpferischen Rede sagte Franz Hering: "Der Sport geht notfalls auf die Barrikaden", und forderte die Vereinsvertreter auf, am kommenden Montag mit ihm zusammen vor dem Rathaus für die Belange des Sports zu kämpfen.

Mit Sinn für die Realitäten ermahnte Hering die Vereine, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. "Der Sportverein leistet neben der Gesundheitsförderung erhebliche integrative und sozialpolitische Arbeit. Dieses Engagement hat seinen Preis - Mitgliedsbeiträge von drei Euro im Monat sind nicht mehr zeitgemäß."

Hering setzt zudem auf ein übergreifendes Konzept: die Sportentwicklungsplanung Duisburg. Erste Treffen dazu hat es gegeben. Der neue SSB-Vorstand hat nun drei Jahre Zeit, sie beratend zu begleiten — oder die Scherben in den Mülleimer zu fegen.

(RP)