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Duisburg: Spielerisch zum Traumberuf

Duisburg : Spielerisch zum Traumberuf

Gestern konnten alle Zehntklässler der Rheinhauser Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) in Rollenspielen das richtige Verhalten beim Bewerbungsgespräch lernen. Heute geht es zur Ausbildungsmesse "Step2".

Elvis Wehmeier gibt sich große Mühe. Mit einem zuvorkommenden Lächeln geht der 17-Jährige auf Kerstin Rösch zu, greift beherzt nach der Hand der Benimmtrainerin und stellt sich höflich vor.

Während er seinen Namen nennt, beginnt er die Hand seines zierlichen Gegenübers zu schütteln. Eigentlich zeigt der junge Rheinhauser ein vorbildliches Verhalten. Doch er hat einen entscheidenden Fehler begangen. "Der Chef, also ich, gibt erst die Hand", korrigiert Rösch und fügt hinzu: "Sie schütteln ja wie ein Weltmeister." Die Klasse bricht in Gelächter aus. Den Ernst des Rollenspiels haben die Schüler trotzdem begriffen.

Das Benimmtraining ist Teil eines Programms, mit dem die Heinrich-Heine-Gesamtschule seit 15 Jahren ihre Zehntklässler fit für den Berufseinstieg macht. Bei Kerstin Rösch informierten sich gestern alle 154, in Kleingruppen aufgeteilte Schüler der Jahrgangsstufe darüber, wie wichtig der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch ist.

"Da fehlen manchmal die einfachsten Umgangsformen", weiß Ute Wolters, Koordinatorin für die Berufswahlvorbereitung an der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Zwar gebe es Bewerbungstrainings auch bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), doch die wenigsten Schüler gingen dorthin. "Also laden wir die Referenten zu ihnen ein", erklärt Wolters.

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Mechthild Kreienkamp von der Agentur für Arbeit in Duisburg probt mit den Zehntklässlern den Ernstfall: ein Vorstellungsgespräch. Hierbei, so die Berufsberaterin, agierten viele Jugendliche sehr unsicher. "Um ihnen die Angst zu nehmen, spielen wir den kompletten Gesprächsablauf durch." Mechthild Kreienkamp gibt den Personalchef, ein Schüler schlüpft in die Rolle des Bewerbers, und die übrigen Gruppenteilnehmer bewerten dessen Verhalten.

(RP)