Duisburg: Neue Spielzeit "eingetrommelt"

Duisburg : Neue Spielzeit "eingetrommelt"

Das traditionelle Theaterfest griff diesmal über den Opernplatz und den König-Heinrich-Platz auf die Mercatorhalle aus. Gestern waren wieder viele Menschen da, die offene Türen einrannten und sich vom kommenden Programm des Theaters, der Duisburger Philharmoniker und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg neugierig machen ließen.

Das traditionelle Theaterfest griff diesmal über den Opernplatz und den König-Heinrich-Platz auf die Mercatorhalle aus. Gestern waren wieder viele Menschen da, die offene Türen einrannten und sich vom kommenden Programm des Theaters, der Duisburger Philharmoniker und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf / Duisburg neugierig machen ließen.

Der neue Rheinopern-Generalintendant Christoph Meyer, Philharmoniker-Intendant Dr. Alfred Wendel, Theater-Chefin Ute Saalmann, der Künstlerische Leiter Schauspiel Michael Steindl, Mercatorhallen-Managerin Sandra Gagliardi und nicht zuletzt der neue Rheinopern-Ballettdirektor Martin Schläpfer eröffneten gemeinsam den Tag und die Spielzeit. Der neue Rheinopern-GMD Axel Kober war zu dieser Stunde noch mit seinem Umzug beschäftigt.

Während Meyer versehentlich von den "Düsseldorfer Philharmonikern" sprach (und natürlich die Duisburger Philharmoniker meinte), gewann Schläpfer gleich mit seinen ersten Worten in der hiesigen Öffentlichkeit die Herzen der Duisburger: "Ich drehe es heute um: Ballett am Rhein Duisburg / Düsseldorf!"

Charismatischer Choreograph

Der Große Saal im Theater war ganz gefüllt, als der charismatische Choreograph dann mit einem öffentlichen Training seine neue Compagnie präsentierte. 18 der insgesamt 48 Tänzerinnen und Tänzer sind hier schon länger engagiert, weitere 18 hat Schläpfer von seiner früheren Wirkungsstätte Mainz mitgebracht, wo er sich einen geradezu legendären Ruf erarbeitet hatte; die restlichen zwölf sind ganz neu dazugekommen. Besonders spannend war es, wie er anschließend mit Yuko Kato, Callum Hastie und Michal Matys eine komplexe Szene aus seinem neuesten Ballett auf die dritte Sinfonie des polnischen Meisters Witold Lutoslawski erarbeitete. Schläpfers staubtrockener Schweizer Humor und seine anfeuernde Genauigkeit bannten das Publikum.

Ein zweiter Höhepunkt schloss sich gleich an, als Mechthild Hoersch die komplett neuen Mitglieder des von ihr geleiteten Opernstudios vorstellte. Die Nachwuchs-Schmiede der Rheinoper heißt ja jetzt wieder so. Die sieben zwischen 21 und 27 Jahren jungen Leute kommen aus sechs Ländern und trugen jeweils Musik aus ihrer Heimat vor. Der polnische Bassist Lukasz Koniezny ist der jüngere Bruder des Rheinopern-Stars Tomasz Konieczny. Judita Nagyová (Mezzosopran) und Richard Sveda (Bariton) vertreten hier die führende Rolle slowakischer Sänger. Und der russische Tenor Dmitry Trunov sprengt eigentlich schon den Rahmen eines Opernstudios.

(RP)
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