Duisburg: 217 Kinder holen Hefte ab

Duisburg : 217 Kinder holen Hefte ab

Zum Start ins neue Schuljahr hatte die Schulmaterialkammer der Gemeindecaritas im Haus St. Nikolaus in Buchholz erstmals ihre Türen geöffnet. Der Andrang war größer, als die ehrenamtlichen Helferinnen erwartet hatten.

Buchholz 918 Schnellhefter, 74 Farbkästen, 87 Filzstiftpakete, mehr als 800 Hefte und 124 Zeichenblöcke haben die ehrenamtlichen Helferinnen der Schulmaterialkammer im Haus St. Nikolaus in Buchholz in zwei Wochen an 217 Kinder ausgegeben. Hinzu kommen noch die unzähligen Radiergummis, Kugelschreiber, Füller, Zirkel und alles andere, was die Schüler für das gerade begonnene Schuljahr so brauchen. Ute Horsten und ihre fünf Mitstreiterinnen haben alles genau aufgelistet, bei den Kugelschreiben – viele davon waren auch Werbegeschenke – haben sie allerdings kapituliert.

217 Kinder aus dem Duisburger Süden konnten dank der Gemeindecaritas mit dem dringend benötigten Schulmaterial starten, dass sich ihre Eltern aus dem eigenen Geldbeutel nicht so einfach leisten könnten. Und deshalb wollen Horst Ambaum von der Gemeindecaritas und die Ehrenamtlichen auch nicht von einem Erfolg ihrer Aktion sprechen. "Das könnte man nur dann, wenn wir nicht mehr benötigt würden", zieht Ute Horsten Bilanz.

Während in Hamborn und Stadtmitte die Schulmaterialkammern der Caritas bereits in den vergangenen Jahren Hefte und Stifte ausgegeben haben, war es für die Helfer im Süden das erste Mal. Es fehlten die Erfahrungen: wie viele Kinder und deren Eltern werden kommen, haben wir genug oder zu viel eingekauft? Fragen, die nun beantwortet wurden. Zu wenig hatten die Frauen nicht, aber auch nicht viel zu viel. Was übrig geblieben ist, wird zudem noch gebraucht, denn die Schulmaterialkammer will auch während des laufenden Schuljahres ein bis zwei Mal im Monat an einem Nachmittag ihre Türen öffnen. Denn Hefte sind irgendwann voll geschrieben und Stifte aufgebraucht. Die genauen Öffnungszeiten stehen derzeit aber noch nicht fest.

Für die Frauen und Horst Ambaum jedenfalls steht fest, dass die Schulmaterialkammer auch im Duisburger Süden dringend gebraucht wird. "Wir haben mit unserem Angebot die Zielgruppen erreicht, die wir erreichen wollten", sagt Ambaum. Und so manche Begegnung im Begegnungszentrum St. Nikolaus, dort wo die Schulmaterialien ausgegeben wurden, rührte die Frauen fast zu Tränen. So wie ein kleines Mädchen, das mit großen Augen auf die Füller schaute und fast verschämt den Kopf schüttelte, als Ute Horsten es fragte, ob es denn auch schon einen Füller habe.

Besonders gefreut haben die Frauen sich über viele spontane Danksagungen. Aber auch sie selbst wollen sich bedanken, nämlich bei den vielen Spendern, die die Schulmaterialkammer überhaupt erst möglich gemacht haben.

(RP)
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