Duisburg: Minister: Pflege soll mehr ausbilden

Duisburg: Minister: Pflege soll mehr ausbilden

Bei einem Besuch der Krankenpflegeschule Duisburg hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Ausbildungsträger in den Pflegeberufen aufgefordert, ihre Kapazitäten auszubauen.

"Jeder, der diesen Beruf erlernen möchte, muss einen Ausbildungsvertrag bekommen", sagte der CDU-Politiker im Gespräch mit angehenden Pflegefachkräften im Ev. Klinikum Niederrhein. Die "Woche der Ausbildung", eine Aktion der Agentur für Arbeit, war Anlass für Laumanns Besuch.

Die Krankenpflege müssen aufholen gegenüber der Altenpflege, die in den vergangenen zehn Jahren bereits 70 Prozent mehr Ausbildungsplätze geschaffen habe, sagte der Minister. "Die Debatte um Personalmangel dauert schon lange an, aber die Krankenpflegeschulen sind nicht gewachsen." Die Schule am Fahrner Krankenhaus treffe der Vorwurf nicht, betonte ihr Leiter Helmut Topel: "Wir haben unsere Kapazität zuletzt um 100 auf 270 Plätze erweitert."

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Alljährlich stellt die Schule in Fahrn 90 junge Frauen und Männer ein, auch die Anleiter werden hier geschult. Bewerbermangel gebe es nicht. "Wir bekommen pro Jahrgang rund 600 Bewerbungen", berichtet Pflegedirektorin Heike Lütfring. "Schwierig ist es allerdings, Lehrer zu bekommen", so Topel. Dem Minister ist das bekannt: "Wir sind im Gespräch mit den Hochschulen, damit auch dort mehr ausgebildet wird."

(RPN)