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Duisburg: Kirchfeldschule: Mieter sind auf dem Absprung

Duisburg : Kirchfeldschule: Mieter sind auf dem Absprung

Der Umzug des Bienenmuseums ist schon im Gange, für den Bezirksbeamten der Polizei gibt es bislang noch keine neue Bleibe.

Die Uhr tickt. Im Oktober soll die ehemalige Kirchfeldschule in Rumeln-Kaldenhausen abgerissen werden. Zum 30. September müssen die derzeitigen Mieter ihre Räume verlassen. Für den Bezirksbeamten Erwin Modler hat die Polizei bislang nach eigenen Angaben noch keine neue Bleibe gefunden. "Wir sind noch auf der Suche", sagt eine Polizeisprecherin. Man habe jetzt noch einmal eine Anzeige geschaltet. Der Kreisimkerverband Duisburg ist da schon viel weiter.

Hier ist man mittendrin in den Renovierungsarbeiten. In acht Tagen wollen die Bienenfreunde mit dem Umzug in die neuen Räume am Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) beginnen. Sehr weit haben sie es ja nicht. Geschätzte 400 Meter Luftlinie liegen der alte und der neue Standort des Bienenmuseums voneinander entfernt.

Seit Wochen sind die Mitglieder des Verbands damit beschäftigt, den alten Klassentrakt, der seit etwa zwei Jahren nicht mehr genutzt wird, auf Vordermann zu bringen. Jetzt waren Mitarbeiter des Immobilienmanagement Duisburg (IMD) und der Bezirksverwaltung vor Ort, um eine Bestandsaufnahme zu machen, zu sehen, was noch ansteht, und gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen.

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"Für einen Raum haben wir jeweils eine Woche gebraucht", sagt Udo Schmelz, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes. Die einst grünen Wände mussten drei- bis viermal überstrichen werden, bis die weiße Farbe deckte. Und die Böden der ehemaligen Klassenräume waren so verdreckt, dass Schmelz und seine Mitstreiter mit vollem Körpereinsatz schrubben mussten.

Vier Räume auf rund 400 Quadratmetern werden dem Verband künftig an der Schulallee zur Verfügung stehen. Es wird einen großen Seminarraum mit rund 50 Sitzplätzen geben, einen Ausstellungsraum, den man völlig neu gestalten und in dem man laut Schmelz "einen fließenden Übergang" schaffen möchte, "von der alten zur modernen Imkerei", einen Raum, in dem Honig geschleudert wird und in dem sich die Besucher in einem Schaukasten die Bienen aus nächster Nähe ansehen können sowie einen Raum, in dem Küche, Büro und Archiv untergebracht sein werden.

Wenn drinnen soweit alles fertig ist — am 28. September soll das erste Seminar am neuen Standort stattfinden —, will man sich dem Außengelände widmen. Der Dachdecker muss vorbeischauen, die Fenster müssen zum Teil etwas justiert werden, und ein Besuch der Wirtschaftsbetriebe steht auch noch bevor. Hier müssen sich die Bienenfreunde jedoch bis Oktober gedulden: Die Hecken neben dem Anbau können noch nicht beschnitten beziehungsweise beseitigt werden, weil derzeit noch die Vögel stören würden.

Draußen will der Kreisimkerverband zudem Blühfelder einsäen. Das soll gemeinsam mit Schülern des AEG geschehen. Überhaupt plant man eine enge Zusammenarbeit mit den neuen Nachbarn. "Es soll künftig eine Bienen-AG geben", sagt Schmelz. Die Schüler werden dann eigene Bienenvölker besitzen und auch selbst Honig schleudern.

Aber bis es soweit ist, liegt noch einiges an Arbeit vor den Bienenfreunden. "Es gibt noch viel zu tun", sagt Schmelz, "aber wir sind auf einem guten Weg."

(RP)