Vertrag des Rheinbahn-Chefs Klaus Klar für fünf Jahre verlängert

Entscheidung im Düsseldorfer Nahverkehr : Vertrag des Rheinbahn-Chefs für fünf Jahre verlängert

Klaus Klar bleibt bis 2025, auch der Vertrag des anderen Vorstandsmitglieds wurde verlängert. Aufsichtsratschef Thomas Geisel betonte die Bedeutung der Rheinbahn für eine Verkehrswende.

Der Aufsichtsrat der Rheinbahn hat für klare Verhältnisse an der Unternehmensspitze gesorgt: Vorstandschef Klaus Klar, dessen Vertrag im kommenden Jahr ausgelaufen wäre, erhält einen Vertrag für weitere fünf Jahre. Er bleibt damit bis zum 30. September 2025. Der Vertrag des anderen amtierenden Vorstands Michael Richarz wurde von zwei auf fünf Jahre verlängert. Der Betriebsexperte Richarz, der erst im Frühjahr angetreten war, ist damit bis zum 31. März 2024 bestellt. 

Der Aufsichtsratschef, Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), betonte in einer Pressemitteilung die Bedeutung der Rheinbahn als Alternative zum Autoverkehr. „Ich bin davon überzeugt, dass Klaus Klar und Michael Richarz gemeinsam mit dem gesamten Rheinbahn-Team ihren Beitrag zum Gelingen der Verkehrswende leisten“, wird Geisel zitiert. Klaus Klar gibt laut der Mitteilung das Ziel aus, dass die Rheinbahn „die erste Wahl für Mobilität in und um Düsseldorf“ sein möchte. Es gehe insbesondere darum, „dass wir die Rheinbahn konsequent aus Kundensicht denken und uns dafür mit klaren Verantwortlichkeiten schlagkräftig und dienstleistungsorientiert aufstellen“, sagt er.

Die dritte Position im Vorstand ist vakant, nachdem Finanzchefin Sylvia Lier über eine Dienstwagen-Affäre gestolpert war. Der Aufsichtsrat stimmte der Berufung von Susanne Momberg zu. Die erfahrene Interimsmanagerin verantwortet den kaufmännischen Bereich der Rheinbahn, bis eine dauerhafte Neubesetzung feststeht. Diese Personalie ist nicht zuletzt angesichts der anstehenden Investitionen bedeutend: Die Rheinbahn investiert hunderte Millionen Euro unter anderem in die Erneuerung des Bahn-Fuhrparks. Bis ins Jahr 2030 belaufen sich die geplanten Investitionen auf eine Milliarde Euro, ein möglicher neuer Betriebshof ist dabei noch nicht eingerechnet. Für den Ausbau des Rheinbahn-Angebots dürften auch höhere Kosten auf die Stadt Düsseldorf als hundertprozentiger Eigner zukommen.

(arl)