Stadtteilcheck Vennhausen: Miriam Flohr ist neu im Stadtteil

Stadtteilcheck Vennhausen : Miriam Flohr ist neu im Stadtteil

Eigentlich hatte Miriam Flohr gar nicht geplant, mit ihren Kindern und ihrem Mann aus dem urbanen Unterbilk wegzuziehen. Das Angebot kam zufällig: Das Haus neben einer guten Freundin war frei geworden, spontan entschieden sich die Frauen, Nachbarinnen zu werden.

„Es war das Beste, was wir für unsere Kinder machen konnten“, sagt Miriam Flohr im Nachhinein.

Gemeinsam mit ihrem Mann, der dreijährigen Tochter Nika und dem sieben Monate alten Sohn Lenn wohnt sie in der Siedlung Freiheit, direkt am Wald. Überall in der Nachbarschaft gibt es Familien mit Kindern, die nicht nur in der Freizeit gemeinsam spielen, sondern auch denselben Kindergarten besuchen. Viel Natur, wenig Verkehr und mehrere Spielplätze seien für ihre Tochter die ideale Umgebung. Sie habe vor Ort schnell Freundschaft geschlossen. „Und dadurch kommen auch die Eltern in Kontakt“, erzählt Flohr. Eine solche Gemeinschaft habe es in der Innenstadt nicht gegeben: Die Nachbarn in der Siedlung helfen sich gegenseitig, man geht gemeinsam zum Martinszug und zu den Straßenfesten.

„Leider ist hier sonst wenig los“, sagt Miriam Flohr. Es fehle an Infrastruktur und Freizeitangeboten für die Erwachsenen. „Ein Café wäre nett, mehr Restauration. Nicht einmal alle Lieferdienste liefern hier raus“, sagt die junge Mutter.

Dennoch bereut sie ihre Entscheidung, ins ruhige Vennhausen zu ziehen, nicht. „Für meine Tochter ist es optimal, und unsere Freunde aus der Innenstadt kommen uns gern besuche – denn eine so schöne Umgebung direkt vor der Tür hat niemand von ihnen.“ Dominik Schneider

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