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Unterrath: Anwohner genervt von Mercedes-Parkern

Unterstützung : Stadtteilpolitik will Mercedes-Anwohnern helfen

Die Bezirksvertretung 6 hat einen interfraktionellen Antrag gestellt, um gegen das Parken in den Wohngebieten vorzugehen.

Jetzt ist das Problem der Anwohner rund um das Sprinter-Werk von Mercedes auch bei der Stadtteilpolitik angekommen. Mehr als zwei Jahre Schriftverkehr liegen hinter Hans Hemmerden, kaum jemand konnte dem Rentner bei der schwierigen Park-Situation vor seiner Tür helfen, unter der so viele Nachbarn leiden. Betroffen sind einige Wohngebiete in Derendorf und Unterrath –  An der Piwipp zum Beispiel, die Brackwederstraße oder der Barntruper Weg.

Geschlossen hat die Bezirksvertretung 6 in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause einen Antrag gestellt, mit dem die Verwaltung gebeten wird, die Parkscheibenregelung in einem Umkreis, der mindestens der fußläufigen Entfernung des Werkszugangs zum letzten Werksparkplatz am Vogelsanger Weg entspricht, täglich bis 24 Uhr auszuweiten. „Nur so kann vermieden werden, dass Mitarbeiter weiterhin legal die Straßen und Rettungswege zuparken“, sind sich die Politiker einig. Zwar hatte sich tagsüber die Lage etwas entspannt, durch die Zwei-Stunden-Parkuhr-Regel von 7 bis 20 Uhr, am Abend aber können die Anwohner ihre Fahrzeuge kaum noch in den Straßen abstellen. Feuerwehrzufahrten und Einfahrten sollen zugestellt sein, Gehwege sind nicht mehr nutzbar. Dabei zahlen viele Unterrather und Derendorfer eine Jahresgebühr für einen Parkausweis, der zwar keine Garantie ist für einen Stellplatz auf der Straße, der aber in den betroffenen Wohngebieten überflüssig sei. Viele Reaktionen hatte es gegeben nach dem ersten Bericht vom Parkplatz-Problem: Betroffen sind zum Beispiel auch Schimmelbusch-, Lupp-, Krieger-, Baum-, Esperanto- und Hugo-Viehoff-Straße. Dazu komme der Krach vor allem morgens bei Schichtwechsel zwischen 4.30 und 6 Uhr. Immer wieder würden Runden etwa um den Lupp-Platz gedreht, Mercedes-Mitarbeiter sollen laute Gespräche nach der Nachtschicht führen, Motoren laufen warm.

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Bei Mercedes nimmt man „die Beschwerden sehr ernst, und es tut uns sehr leid zu hören, dass einige Anwohner im Umfeld des Werkes negative Erfahrungen bezüglich der Parkplatzsituation machen“, sagt ein Unternehmenssprecher. Man bemüht sich um die Sensibilisierung der Mitarbeiter, heißt es. Das reicht der Politik offenbar nicht, sie will die Initiative der Anwohner unterstützen, die es durch ständige Drittanzeigen geschafft hat, die Straße in zeiten der Parkscheibenregelung weitestgehend frei zu bekommen.