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Solingen: Bezirksvertretung: Gräfrath fehlen Anwohnerparkplätze

Solingen : Bezirksvertretung: Gräfrath fehlen Anwohnerparkplätze

Der "Parkdruck" zwischen Melanchthon- und der Schnitzlerstraße ist hoch. Diesen Eindruck von Anwohnern bestätigten die Politiker in der Bezirksvertretung Gräfrath. Auf Anregung des Bauvereins Gräfrath, der in diesem Stadtviertel viele Wohnungen vermietet, soll die Verwaltung jetzt prüfen, ob die geforderten 75 Anwohnerparkplätze an insgesamt fünf Straßen eingerichtet werden können. Weiterhin fordert die Bezirksvertretung, die Tempo-30-Regelungen an Gerber- und Huttenstraße sowie auf der Straße Ehren auszuweiten.

Der Bauverein hatte 151 Haushalte seiner Häuser angeschrieben. Bei dieser "Bedarfsanalyse" habe sich ergeben, dass im Wohnviertel Anwohnerparkplätze benötigt werden: an der Schulstraße seien es 33, an der Melanchthonstraße 18, an der De-Leuw-Straße 14 sowie an Schnitzler- und Huttenstraße insgesamt 10 Plätze. Dies hatte der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft, Francesco Cinquegrani, Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer (SPD) in einem Brief mitgeteilt.

Vogtländer erinnerte in der Bezirksvertretung daran, dass die Stadtverwaltung vor zwei Jahren Anwohnerparken in diesem Bereich geprüft und den Gedanken dann verworfen hatte. Das will der Bezirksbürgermeister aber nicht mehr so hinnehmen. Auch er sieht Handlungsbedarf. Aus seiner Sicht sollte die Verwaltung nicht prüfen ob, sondern wie das Anwohnerparken umgesetzt werden könne. Dem widersprach Eva Nieper (CDU) nicht. Sie warf aber die Frage auf, ob nicht auch der Bauverein auf seinen Grundstücken noch Parkplätze schaffen könne.

Vogtländers Stellvertreter Reinhard Burski (parteilos) befürchtet eine Verschärfung der Lage durch das geplante Wohnheim der Süßwarenfachschule. Hier soll entgegen früherer Planungen keine Tiefgarage gebaut werden, sondern ein kleines Parkhaus.

Massive Kritik hatten Anwohner laut Vogtländer auch daran geäußert, dass die Tempo-30-Regelung auf der Huttenstraße ab der Hausnummer 28 nur werktags von 7 bis 17 Uhr gilt. Auch Eva Nieper sprach sich dafür aus, die Regelung ohne Zeitbeschränkung durchgehend bis zur Gerberstraße einzuführen. Laut Burski (parteilos) sollte man "dem Wunsch der Anwohner entsprechen".

Einstimmig sprach sich die Bezirksvertretung auf Antrag von SPD und Grünen dafür aus, auf engen Wanderwegen Reitverbote zu prüfen. Besonders soll die Verwaltung den Weg beachten, der im Ittertal von Eschbach in Richtung Blumental führt. Hier komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

(RP)