Kalkum: Belastetes Grundwasser wird von Kalkum aus saniert

Kalkum: Belastetes Grundwasser wird von Kalkum aus saniert

Die Flughafen Düsseldorf GmbH plant eine Sanierung des Grundwassers aufgrund von Belastungen durch Perfluorierte Tenside (PFT). Hierfür ist eine Reinigung von Grundwasser nahe dem Schlosspark Kalkum vorgesehen. Das Grundwasser soll vor Ort entnommen, gereinigt und dann über eine Rohrleitung in den nahe gelegenen Schwarzbach eingeleitet werden. Der Bau der Sanierungsanlage ist auf einem Grundstück südlich des Schlossparks geplant, das von einer Hainbuchenhecke umgeben ist. Das Gebäude soll mit einer Holzoptik verkleidet werden und eine Höhe von vier Metern nicht übersteigen. Das Dach soll begrünt werden. Nach Abschluss der Grundwassersanierung, gerechnet wird damit in 20 Jahren, soll das Gebäude zurückgebaut werden. Die Kosten für die Maßnahme trägt der Flughafen.

Teile von Lohausen, Kalkum und Kaiserswerth sind so stark verunreinigt, dass seit 2013 dort das Verbot besteht, Grundwasser zum Wässern von Rasen- und Gartenflächen oder in der Landwirtschaft zu nutzen. Zum anderen raten die Experten von Gesundheits- und Umweltamt vom Verzehr der Fische aus den Kaiserswerther Seen ab. Das Schwimmen in den betroffenen Seen ist - wie in allen Baggerseen Düsseldorfs - ohnehin verboten. Das Verbot bleibt zunächst bis 2027 bestehen. Im Stadtbezirk laufen bereits an mehreren Stellen Sanierungsarbeiten. Unter anderem wurden hydraulische Sperren errichtet, damit sich das verunreinigte Grundwasser nicht weiter ausbreitet.

PFT sind synthetisch hergestellte organische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen. Sie sind toxisch, nicht abbaubar und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie gelangten über Löschschaum an vier Stellen auf dem Flughafengelände in den Boden. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Feuerlöschübungsbecken, die Unfallstelle einer Frachtmaschine, die Feuerwache Nord des Flughafens und ein Tanklager.

(brab)