Holthausen: Voller Bus in Holthausen sorgt für Unmut

Holthausen: Voller Bus in Holthausen sorgt für Unmut

Nicole Wagener wartet auf eine Antwort der Rheinbahn. Die Linie 789 ist oft schon vor der ersten Haltestelle überfüllt.

Um 7.15 Uhr in der Frühe beginnt für viele Schüler morgens der Schulweg. Dann steht auch die Tochter von Nicole Wagener an der Bushaltestelle. Dass der Bus der Linie 789 schon am Start an der Haltestelle "Am Falder" in Holthausen überfüllt ist, ärgert die Mutter des Mädchens. Viele Jungen und Mädchen fahren um diese Zeit zu den weiterführenden Schulen nach Benrath, wie auch Wagners Tochter. Sie hat die Situation längere Zeit beobachtet und sich dann im September an die Rheinbahn gewandt. "Regelmäßig ist der Bus schon voll, wenn er an der ersten Haltstelle ankommt. Die Kinder müssen sich in den Bus drücken und stehen gequetscht die ganzen 30 Minuten Fahrt, bis sie in Benrath aussteigen", teilte sie dem Verkehrsunternehmen mit. Sie möchte wissen, ob es möglich ist, einen zweiten Bus einzusetzen, damit sich die Lage entspannt.

Auf eine Antwort muss Nicole Wagener nach ihrer ersten Anfrage im September nicht lange warten. Die Abteilung Kundendialog teilt ihr mit, dass die erste Fahrt der Linie 789 um 7.14 Uhr in Fahrtrichtung Benrath von einem Einsatzbus für Schüler kommt. "Aus diesem Grund befinden sich bereits vor der ersten offiziellen Haltestelle der Linie viele Schüler im Fahrzeug", erklärt die Rheinbahn. In ihrem Antwortschreiben sagt sie zu, den Vorgang an die Fachabteilung weiterzuleiten.

An der Situation, dass der Bus häufig in Holthausen schon sehr voll ist, ändert das aber nichts. Mitte Oktober startet Nicole Wagener deshalb eine weitere Anfrage. Sie möchte wissen, wie es weitergeht und ob es schon Informationen von der Fachabteilung gibt. Sie schlägt außerdem eine Umkehrung des Linienweges vor. Die Antwort steht noch aus. Deswegen wandte sich Wagener auch an unsere Redaktion. Bei einem morgendlichen Besuch an der Haltestelle an einem Dienstagmorgen warten ungefähr 15 Jugendliche auf den Bus der Linie 789. Die meisten wollen nach Benrath. Einige berichten von überfüllten Bussen, manche steigen deshalb in Holthausen auf die Schiene um und nutzen die U-Bahn zur Weiterfahrt. Der Gelenkbus, der kommt, ist an diesem Morgen nicht überfüllt, der Zustieg unkompliziert möglich.

Dass es an vielen Tagen anders ist, erlebt Nicole Wagner mit ihrer Tochter. Sie möchte daher eine Antwort des Verkehrsunternehmens. Unsere Redaktion erfährt auf Anfrage, dass der Fall dort noch in der Bearbeitung ist. Es müsse jemand raus, der an der Haltestelle nachschaue, ob Schüler wegen der Überfüllung des Busses nicht mitgenommen würden, sagt Rheinbahn-Sprecher Eckhard Lander. Sei dies der Fall, dann müsse ein Bus dazu kommen. "Bei schlechtem Wetter und Dunkelheit fahren mehr Kinder mit dem Bus", so der Sprecher weiter. Immer wieder komme es auch vor, dass die Rucksäcke nicht abgenommen würden und Schüler im Bus nicht bis hinten durchrückten, was zu Platzmangel führe.

(sime)