Hamm: Große Unzufriedenheit über Baupläne für Hamm

Hamm: Große Unzufriedenheit über Baupläne für Hamm

Auch die überarbeiteten Pläne der Stadt zur Erschließung und Wohnbebauung in Hamm werden eher mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Das ist am Dienstagabend deutlich geworden, als das Stadtplanungsamt den Politikern der zuständigen Bezirksvertretung 3 und Bürgern den Bebauungsplan-Vorentwurf für das Projekt "Beiderseits Hinter der Böck" vorstellte.

Das Planungsamt gab bei der Vorstellung der Pläne zwar an, Anregungen und Wünsche, die Bürger im Zuge des öffentlichen Dialog- und Beteiligungsverfahrens vorgebracht hatten, eingearbeitet zu haben. So habe man etwa den Wunsch nach einer maßvollen Nachverdichtung vor Ort berücksichtigt, ebenso den Wunsch nach einer weniger stereotypen Bebauung.

Hammer, die am Dienstagabend an der öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung teilnahmen, waren allerdings teilweise anderer Meinung. Daniel Leuchten vom Förderverein Hamm, der rund 230 Mitglieder zählt, sagte etwa, dass viele Mitglieder "mit Entsetzen" auf die Pläne reagieren würden. "Zweieinhalbgeschossige Häuser waren im Vorfeld klar abgelehnt worden", sagte Leuchten. Favorisiert würde im Stadtteil eine anderthalbgeschossige Bebauung. Kritik äußerte er auch am Verkehrskonzept: "Wir reden über 300 zusätzliche Wohneinheiten mal zwei Autos, das sind 600 Autos und 1200 zusätzliche Fahrten pro Tag: Und diese Fahrten können nicht über die kleinen Nebenstraßen abgewickelt werden: Darunter wird die Wohnqualität der jetzigen Bevölkerung zu leiden haben", so Leuchten. Bei vielen Hammern sei daher der Eindruck entstanden, dass die Bürgerwünsche trotz anderslautender Versprechungen des Planungsamts nicht berücksichtigt worden wären.

  • Düsseldorf : Bezirksvertretung diskutiert über Fashion Häuser
  • Kaiserswerth : Politik diskutiert über Wohnbebauung

Nachfragen, teilweise auch Kritik äußerten auch einige Stadtteil-Politiker. Die CDU fand, dass eine Wohnbebauung im großem Umfang nicht unbedingt förderlich für die dörfliche Struktur sei. Zudem sei der Wunsch nach einer flachen Bebauung vor Ort nicht ausreichend berücksichtigt worden. Dass der Hammer Grünstreifen in den Plänen gestrichen worden sei, sorgte bei Politikern und Bürgern ebenfalls für Unmut.

(semi)