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Kaiserswerth: Politik diskutiert über Wohnbebauung

Kaiserswerth : Politik diskutiert über Wohnbebauung

Bei einem Wettbewerb soll ein Wohngebiet auf der nördlichen Kalkumer Schlossallee geplant werden.

CDU, FDP und Grüne in der Bezirksvertretung 5 lehnen eine weitere Beteiligung an einem landesweiten Wettbewerb ab, der sich unter anderem mit Fragen zur Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung, der Mobilität und neuer Infrastrukturen auseinandersetzt. Zu dessen Projektgebiet gehört ein 27 Hektar großes Areal an der nördlichen Kalkumer Schlossallee. Die Politiker wollen nicht, dass diese Freifläche überplant und für eine Wohnbebauung genutzt wird. "Vermutlich soll unter dem Denkmantel des Wettbewerbs der Verlust von Freiflächen durchgesetzt werden", sagt der CDU-Ratsherr Christian Rütz.

Das würde einem Beschluss der Bezirksvertretung, der im Jahr 2012 auch mit den Stimmen der SPD verabschiedet wurde, widersprechen, Freiflächen im Norden zu erhalten, erinnert Jürgen Gocht (Grüne). "Die Freiflächen machen die Identität des Nordens aus", ergänzte er. Er kritisiert zudem, dass die Bezirksvertretung vor der Auswahl der Fläche für den Wettbewerb nicht gehört worden war. Sebastian Krüger (SPD) hingegen lobte die Transparenz des offenen Verfahrens zu dem Wettbewerb. "Wir können früh Einwände machen."

Auch die Verwaltung betont, dass man sich noch ganz am Anfang des Verfahrens befinde und auch künftig kein Schritt ohne eine Beteiligung der Bürger und der Politik geschehen solle. Flächenreserven anzupacken, sei nun einmal notwendig für eine wachsende Stadt. Waldemar Fröhlich (Grüne) stellt aber grundsätzlich die Frage, wo die Grenzen des Wachstums liegen würden und wie weit eine Stadt tatsächlich wachsen kann und vor allem soll.

Nach heftigen Protesten wird inzwischen offengelassen, wie viele Wohneinheiten tatsächlich auf dem betroffenen Gebiet an der Kalkumer Schlossallee entstehen könnten. In den ersten Unterlagen war noch von bis zu 1000 Wohnungen die Rede gewesen. Nach den aktuellen Wettbewerbsunterlagen könnten auf der zu planenden Fläche aber auch noch eine Gesamt- und eine Grundschule, Kindertagesstätten, ein Seniorenheim, eine Bezirkssportanlage sowie Einzelhandel zugelassen werden.

In seiner Sitzung am 29. September wird nun der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) abschließend über die weitere Beteiligung an dem Wettbewerb abstimmen.

(brab)