Langenfeld: Baupläne Martinstraße erhitzen weiter die Gemüter

Langenfeld: Baupläne Martinstraße erhitzen weiter die Gemüter

Am Stand der CDU in Richrath diskutierten Politiker, Bürger und auch Vertreter des Bauvereins.

Eigentlich wollten CDU-Ratsherr Sebastian Köpp und seine Parteifreunde lediglich über die Baupläne für die Martinstraße/Richrather Straße aufklären. Doch die Emotionen am Stand kochten gleich hoch. Denn die Pläne, die bei einer Bürgeranhörung Anfang Oktober vorgestellt wurden, zeigten fünf Gebäude, die auf dem Areal entstehen sollen. Im Rat beschlossen waren aber nur vier Gebäude. Der Bauverein will fünf. Die CDU-Fraktion lehnt die diese Pläne ab. Fraktionsmitglied Georg Loer dazu: "Der Bauverein kann ja grundsätzlich Pläne vorstellen wie er möchte. Das sind nur Vorstellungen. Mit der Realität hat diese ganze Diskussion aber nichts zu tun." Wieso die Verwaltung Pläne in einer Bürgeranhörung vorstellt, die der Rat nicht abgesegnet hat und deshalb belanglos sind, könne er nicht verstehen.

Lautstarke Diskussionen haben die Pläne des Bauvereins, der für eine dichtere Bebauung in der Nähe des Denkmalschutzgebiets ist, am CDU-Stand ausgelöst. Aus Sicht der Bürger seien gar keine Alternativen in Betracht gezogen worden. Hubertus Dedeck, Vorsitzender des Bauvereins, betont hingegen: "Wir haben der Stadtverwaltung die Pläne nicht gegeben. Bauen wollen wir da aber trotzdem. Diese Grundstücke sind Filetstücke!" Der Widerspruch fällt danach auf die Stadt zurück, die sich die Ideen des Bauvereins zu eigen gemacht haben soll. Gerold Wenzens von der BGL glaubt, dass die CDU eine Salamitaktik verfolgt. "Warum hat sie denn die ihnen neuen Pläne vorgestellt?", fragt er. Das Verfahren müsse wiederholt werden.

(RP)
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