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Düsseldorf: Ackerstraße: Grüne wollen Einbahnregel

Düsseldorf : Ackerstraße: Grüne wollen Einbahnregel

Falschparker, Lieferverkehr und Pendler – vor allem mittags wird es eng auf der beliebten Einkaufsstraße in Fingern. Die Grünen schlagen vor, die Ackerstraße zur Einbahnstraße umzubauen und die Bürgersteige zu verbreitern.

Falschparker, Lieferverkehr und Pendler — vor allem mittags wird es eng auf der beliebten Einkaufsstraße in Fingern. Die Grünen schlagen vor, die Ackerstraße zur Einbahnstraße umzubauen und die Bürgersteige zu verbreitern.

Martin-Sebastian Abel wohnt gern in Flingern. Einkaufen von Lebensmitteln, gute Gaststätten, Frisöre und Boutiquen oder einfach mal flanieren — wie viele Düsseldorfer mag auch der Grünen-Fraktionssprecher die Vielfalt an der Ackerstraße. "Meine Kontakte zu den Geschäftsleuten sind gut", sagt Abel. "Seit die Birkenstraße umgebaut ist, wurde ich oft gefragt, ob Ähnliches auch für die Ackerstraße geplant ist." Die Bürgersteige zu schmal, die Straße zugeparkt von Lieferanten, zu wenig Platz für die Gäste der Gastronomie — auf der Ackerstraße gibt es mehrere Probleme.

Martin-Sebastian Abel bat nun die Bezirksvertretung 2 um Vorschläge, das Erscheinungsbild der Ackerstraße attraktiver zu machen, etwa mit einer Verbreitung der Bürgerstraße und einen Umbau zur Einbahnstraße zwischen Beethoven- und Dorotheenstraße. "Für die Gastronomie wäre das super", sagt Abel. "Sie könnten Tische aufstellen und dennoch kämen Passanten mit Kinderwagen vorbei."

Die anderen Parteien nahmen Abels Idee bei der Sitzung der Bezirksvertretung 2 kritisch auf. Uwe Wagner von der SPD hält Abels Antrag "für nicht zielführend. Der Umbau der Birkenstraße war extrem aufwendig. Im Vergleich dazu ist der Antrag viel zu vage." Auch Andreas Massek, Vertreter der FDP für den Stadtbezirk 2, empfand den Antrag als nicht ausgereift. "Gut gemeint, aber nicht gekonnt", sagte er. Helmut Bärsch (FDP) betonte, die Ackerstraße sei bei hohem Verkehrsaufkommen eine Entlastungsachse in beide Richtungen. Eine Umgestaltung in eine Einbahnstraße sei daher kontraproduktiv und überdies viel zu teuer. Nach dieser Kritik bat Bezirksvorsteherin Annelies Böcker (CDU) Abel um mehr Präzision in seinem Antrag.

"Das Erscheinungsbild der Straße zu verbessern ist etwas anderes als ein Umbau zur Einbahnstraße", sagte sie und forderte ein ausformuliertes Konzept. Abel lenkte ein und betonte, er folge den Wünschen der Bürger und Geschäftsleute. "Konkrete Pläne für eine Umgestaltung haben wir noch nicht, nur den Wunsch nach Verbesserung der Situation für Besucher, Geschäftsleute und Anwohner." Eine Diskussion über einen teuren Umbau ähnlich der Birkenstraße sei noch zu früh. Bei der Frage etwa, in welche Richtung der Verkehr auf einer einspurigen Ackerstraße führe, sei er flexibel. "Wir wollen nicht alles abreißen wie einst an der Birkenstraße. Es könnte reichen, auch mit geringen Maßnahmen die Ackerstraße wesentlich attraktiver zu machen."

Schließlich ließ sich die Bezirksvertretung aber doch von dem Anliegen überzeugen. Sie beauftragte die Stadtverwaltung, Möglichkeiten für einen Umbau der Ackerstraße zumindest zu prüfen — allerdings nur, wenn ein solcher Umbau "mit geringen Mitteln" bewerkstelligt werden kann.

(RP)