Tennis: TCK muss seine Saisonziele ändern

Tennis: TCK muss seine Saisonziele ändern

Die Herren 30 des TC Kaiserswerth müssen nach der jüngsten Niederlage gegen den TB Erlangen um den Klassenerhalt zittern. Unter ungünstigen Vorraussetzungen verlor die Mannschaft von Trainer Thorsten Herrmann gegen die Franken und findet sich nun im Tabellenkeller wieder.

Schon ein Blick auf das Wetter hätte Thorsten Herrmann deutlich machen können, dass der vierte Spieltag kein erfreulicher werden würde - es regnete. Der Trainer der in der Tennis-Bundesliga spielenden Herren 30 des TC Kaiserswerth musste mit seinen Schützlingen dementsprechend in die Halle wechseln, für die Sandplatzexperten war das schon das nächste schlechte Vorzeichen.

Alle Pessimisten sollten schließlich auch Recht bekommen, das Team verlor gegen den TB Erlangen mit 3:6. Dass man diePleite auch rational erklären kann, liegt auf der Hand. Bereits die Aufstellungen der Mannschaften zeigten eine deutliche Tendenz auf. "Erlangen lief mit dem kompletten Kader auf, wir mussten auf Jiri Novak und Karol Kucera verzichten", sagte Herrmann. Während Kucera derzeit als Coach in Wimbledon verweilt, hatte Novak Probleme mit der Schulter und musste verzichten.

Die erste Runde verlief aber dennoch hoffnungsvoll. Zwar war Ron Röhrig an Position Sechs chancenlos, Roberto Mendendez (2) und Sascha Hesse (4) gestalteten ihre Partien aber ausgeglichen. Letztlich konnte aber nur der Deutsche jubeln, Mendendez musste sich dem ehemaligen Weltklassespieler Tobin Vik mit 4:6 und 6:7 geschlagen geben.

In der zweiten Runde gingen dann die Spitzenspieler Stefan Koubek für die Gasgtgeber aus Düsseldorf und Bohdan Ulihrach an den Start. Das erhoffte Spektakel blieb aus, denn "Ulihrach hatte sich über Nacht scheinbar verlegen und gab nach kürzester Zeit schon auf", erklärte Herrmann. Der Zwischenstand von 2:2 war aber auch nur von kurzer Dauer, denn wenig später mussten die TCK-Schützlinge Thomas Buchmayer und Mark Joachim geschlagen den Platz verlassen.

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Insbesondere für TVN-Herrenmeister Joachim dürfte es bisher eine ernüchternde Saison sein, es war bereits seine dritte Pleite im vierten Spiel. Sein Trainer nimmt ihn aber in Schutz: "Das Niveau auf dem wir spielen ist immens hoch. Das ist gut und gerne mit der 2.Bundesliga der offenen Klasse vergleichbar. Er hat sich wacker geschlagen."

Chancen hatten seine Mannen ja schließlich auch noch, insbesondere vor dem Hintergrund, dass erwartet wurde, dass Spitzenspieler Ulihrach auch das Doppel abschenken würde. So kam es, jedoch blieb der erhoffte Überraschungscoup des TCK aus. Die beiden Partien, die spielerisch absolviert wurden, gingen prompt an die Gäste.

Nach der Pleite muss sich das Team nun mehr denn je mit dem Abstieg beschäftigen. Bereits vor dem Spiel hatte Herrmann betont, dass man sich ab sofort mit dem Klassenerhalt beschäftigen müsse. Jetzt ist der TCK auf dem drittletzten Platz, punktgleich mit dem TC Schönbusch Aschaffenburg - seines Zeichen Tabellenvorletzter und somit auf einem Abstiegsrang. "Mittlerweile können wir nichts mehr ausschließen, alles ist möglich. Schon am kommenden Spieltag müssen wir dringend einen Sieg feiern. Wir werden alles aufbieten, um einen Showdown gegen einen Mitkonkurrenten vermeiden zu können", erklärt der TCK-Trainer. Die Meisterschaft ist also passé, nun müssen sich die Spieler auf den Abstiegskampf vorbereiten.

(ila)
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