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Lokalsport: Medaillen-Traum vor EM-Premiere

Lokalsport : Medaillen-Traum vor EM-Premiere

Düsseldorfer Trio bei der Arena-Polo-Europameisterschaft in Aserbaidschan.

Das Spielfeld ist kleiner als normal, dafür ist der Ball größer. Die einzelnen Spielabschnitte sind kürzer, dafür sind nur drei anstatt vier Spieler je Team gleichzeitig auf dem Feld. Was zunächst verwirrend klingt, ist die Kurzbeschreibung von Arena-Polo, der Polo-Variante, in der vom 4. bis zum 12. September in Baku (Aserbaidschan) die erste Europameisterschaft ausgespielt wird. Mit im deutschen Team sind Philipp und Oliver Sommer sowie Teamchef Dirk Baumgärtner vom Düsseldorfer Reit- & Polo-Club.

"Wir rechnen uns für die EM relativ viel aus. Philipp Sommer und Patrick Maleizke aus Mühlen sind im Arena-Polo ziemlich gut. Wir glauben, dass wir eine Medaille holen", sagt Baumgärtner. Maleizke hat mit +4 das beste Arena-Polo-Handicap der Auswahl. Vierter im Bunde ist der erst 15-jährige Niklas Steinle (München). Der Ball ist etwa so groß wie ein Fußball und deutlich größer als ein normaler Poloball. "Allein die Größe bedingt, dass er nicht so schnell fliegt. Das macht es aber nur scheinbar leichter, denn der Ball ist sehr schwer zu kontrollieren."

Was das reiterliche Können anbelangt, ist die EM sehr anspruchsvoll. Das liegt daran, dass die Spieler aus den sechs qualifizierten Nationen (Aserbaidschan, Deutschland, England, Irland, Italien, Spanien) nicht mit ihren eigenen Pferden antreten dürfen. Der Veranstalter stellt den Teams 72 Pferde von der Alegria Polo und der Garros Polo Farm (Argentinien). Die Pferde werden den Teams zugelost. "Wer sich schnell auf die Pferde und deren Leistungsvermögen einstellen kann, ist im Vorteil", erklärt Baumgärtner.

Gespielt wird im Modus jeder gegen jeden plus Finale. Das Auftaktmatch zur EM-Premiere bestreitet morgen (17 Uhr) der Gastgeber gegen das deutsche Team. Das Finale steigt am 12. September.

(RP)