Shopping in Düsseldorf: So bewerten Kunden die Innenstadt

Shopping und Verkehr : So bewerten Kunden die Düsseldorfer Innenstadt

Die Kunden sind laut einer Umfrage sehr zufrieden mit den Einkaufsmöglichkeiten in der Stadtmitte. Die Erreichbarkeit mit dem Rad und dem ÖPNV wird besser bewertet als die mit dem Pkw. Bei der Auswahl gibt es jedoch noch Luft nach oben.

Die Besucher der Düsseldorfer Innenstadt haben ihrem Einkaufserlebnis noch einmal bessere Noten gegeben als in den Vorjahren. Bei der jüngsten Befragung des Instituts für Handelsforschung kamen die Einkaufsstraßen im Stadtzentrum auf die Gesamtnote 2,1 und erhielten gute bis sehr gute Bewertungen unter anderem in den Bereichen Einkaufen, Gastronomie und Freizeitangebot. In den vergangenen Jahren hatte die Gesamtnote um 2,5 gelegen, wie Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Gallus, erklärte. Die Zufriedenheit wächst unter anderem mit dem Baustellen-Fortschritt im Zentrum.

Knapp 600 Innenstadt-Besucher waren im vergangenen September an einem Donnerstag und einem Samstag befragt worden. Von ihnen gaben 54,4 Prozent an, zum Einkaufen oder für einen Einkaufsbummel in der Stadt zu sein, 28,6 Prozent wollten ein Restaurant oder ein Café besuchen, 12,3 Prozent das Kultur- und Freizeitangebot in  der Innenstadt nutzen. Die Verbindung von Erleben und Einkauf gilt Experten als zentrales Thema bei der Entwicklung von Innenstädten. Angesichts der vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten im Netz wünschen sich Kunden beim Bummel vor Ort ein Erlebnis. Dafür spricht auch die lange durchschnittliche Verweildauer (mehr als zwei Stunden) und die Tatsache, dass 85 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich den Besuch der Stadt mit einem Restaurantbesuch verbinden.

Bei den Attraktivitätsmerkmalen gibt es für viele Aspekte der Stadtmitte gute Noten von den Einkaufenden. Beispielsweise für die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Rad, die Ladenöffnungszeiten sowie das Gastronomie-Angebot  – Letzteres hat gerade in den vergangenen Jahren zugelegt. Auch mit dem Dienstleistungsangebot – vom Friseur bis zur Reinigung – sind die Düsseldorfer und die Shopping-Touristen zufrieden. Schlechtere Bewertungen (etwa Schulnote 3) gab es hingegen für die Erreichbarkeit mit dem Pkw und die Parkmöglichkeiten. Die städtische Planungsdezernentin Cornelia Zuschke betonte, dass man bei Schulnoten stets fragen müsse, was dahinter stecke: „Bei den Parkmöglichkeiten dürfte es weniger um die Verfügbarkeit gehen als um die Kosten.“ Insgesamt steige die Zufriedenheit der Innenstadt-Besucher jedenfalls, je weiter man mit den Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Wehrhahn-Linie und dem Kö-Bogen II komme. Zugunsten der Händler müsse man die Baustellen notfalls so klein halten, dass man dann eben langsamer vorankomme – sie aber trotz Arbeiten sichtbar blieben.

Thomas Görner vom City-Ring Schadowstraße, der dort Inhaber des Geschäfts Foto Koch ist, sieht die Straße im Aufwind. „Vor zwei Jahren waren die Noten für die Schadowstraße noch mittelmäßig, jetzt geht der Trend wieder in die richtige Richtung.“ Seit Weihnachten sei auch die Frequenz auf der Einkaufsmeile wieder stärker, die einst zu den gefragtesten in ganz Deutschland gehörte.

Mehr von RP ONLINE