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Heerdt: Anwohner ärgern sich über Zustand der Kribbenstraße

Düsseldorf Heerdt : Anwohner ärgern sich über Zustand der Kribbenstraße

Nur eine Hälfte der Fahrbahn wurde vom Investor saniert. Anwohner befürchten, dass Kosten auf sie zukommen könnten.

Die Bebauung auf den ehemaligen Grundstücken des Heerdter Krankenhauses ist bis auf das Hochhaus abgeschlossen. Sechs Jahre lang wurde intensiv an dem neuen Wohnquartier gearbeitet, wobei die Kribbenstraße erheblich unter den schweren Baufahrzeugen gelitten hat. Kurios ist, dass der Investor nur eine Straßenhälfte nach Beendigung der Bauarbeiten sanieren ließ. Das ärgert die Anwohner, die bisher erfolglos, trotz vieler Eingaben, an die Stadt Düsseldorf appellierten, auch die andere schadhafte Fahrbahnhälfte zu sanieren. Weil sich die Stadt bisher querstellt und betont, dass dem Investor des Neubauviertels nur die östliche Straßenhälfte anzulasten sei, machten die Anwohner einen neuen Vorstoß.

Klaus Bornewasser hat in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Geisel auf die Situation aufmerksam gemacht. Die Antwort kam gut drei Wochen später und enthielt nichts Neues. Denn auch der Oberbürgermeister vertritt die Meinung, dass ein Neubau der Straße, die auch von Krankenwagen und Gewerbebetriebe genutzt werde, einem Investor gegenüber nicht durchsetzbar sei. Eine Rechtsgrundlage für Nachverhandlungen zwischen Stadt und Investor hinsichtlich einer kompletten Sanierung der Kribbenstraße bestehe nicht. „Das Amt für Verkehrsmanagement wird in diesem Jahr die westliche Fahrbahn großflächig in den beschädigten Bereichen sanieren“, ergänzt der Oberbürgermeister.

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Mit dem Antwortschreiben des Oberbürgermeisters sind Bornewasser und seine Nachbarn nicht zufrieden. „Eine Vielzahl schwer beladener Baufahrzeuge hat täglich die gesamte Kribbenstraße genutzt und nutzen sie weiter wegen des Hochhaus-Baus.“ Deshalb sei nicht zu verstehen, dass Verwaltungsbeamte bei einer „Schlussbegehung“ zu der Einschätzung gekommen seien, nur die östliche Fahrbahnhälfte sei durch die Baufahrzeuge geschädigt worden. Denn: „Die Baustelle konnte nur über die westliche Hälfte erreicht werden.“

Die Sorge, dass bei einer kompletten Sanierung die Anwohner an den Straßenbaukosten beteiligt werden könnten, steht im Raum. Bornewasser: „In den 1980er Jahren war die Kribbenstraße saniert worden und wir Anwohner wurden an den Kosten beteiligt.“ Unter keinen Umständen sei man bereit, für die Beseitigung von Schäden im Zuge dieser umfangreichen Bebauung durch unterschiedliche Investoren mitverantwortlich gemacht zu werden.

Von der Verwaltung war inzwischen zu erfahren, dass die Asphaltarbeiten auf der Kribbenstraße für das zweite Halbjahr 2019 terminiert sind. Die Anwohner werden vor Beginn der Arbeiten über den genauen Zeitpunkt informiert.