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Düsseldorf: Von der Pandemie gefrustete Eltern wollen ins Parlament

Wahl in Düsseldorf : Von der Pandemie gefrustete Eltern wollen ins Parlament

An der Spitze der neu gegründeten Partei „Lobbyisten für Kinder“ steht eine Düsseldorferin. Was sie und ihre Mitstreiter in die Politik treibt.

(jj) Der Frust vieler Eltern über den Umgang mit Kindern und Familien in der Pandemie mündet in ein konkretes politisches Engagement. Mit einer eigenen Landesliste tritt die im Frühjahr in Bayern gegründete Partei „Lobbyisten für Kinder“ (LfK) nun auch in Nordrhein-Westfalen mit einer eigenen Landesliste bei der Bundestagswahl an. Auf den beiden ersten Plätzen stehen die Düsseldorfer Pädagogin Nele Flüchter (39) und die Bielefelder Jura-Professorin Nicole Reese (48). Beide haben als Mütter die Folgen der Pandemie unmittelbar erlebt. „Als Home-Schooler, Home-Kindergärtner und Home-Officer sind wir wütend und müde und wünschen uns eine andere Familienpolitik“, sagen sie.

Flüchter gehört zu den Köpfen der Initiativen „Eltern in der Krise“ und „Laut für Familien“, die seit 2020 mit zahlreichen Aktionen, unter anderem vor dem Landtag, in Erscheinung treten. „Kinder finden in der Politik zu wenig Beachtung und Gehör“, glauben die beiden Spitzen des Landesverbandes, der im Sommer rund 700 Stimmen von Bürgern einsammeln konnte. Für die Zulassung zur Wahl im September sind mindestens 500 Bürgervoten vorgeschrieben. Zu den Forderungen der Partei zählt – neben mehr Investitionen in die Bildung – auch das Absenken des Wahlalters auf 14 Jahre.