Warnbake auf Auto geworfen: Nigerianer in Düsseldorf vor Gericht

Prozess in Düsseldorf : Mann wirft Warnbake in die Einfahrt zum Kö-Bogen - Anklage wegen Mordversuchs

Wegen Mordversuchs an einem Autofahrer und dessen Mutter (80) muss sich ein 30-Jähriger ab 10. September vor dem Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Mitte April eine Warnbake in die Einfahrt zum Kö-Bogen-Tunnel geworfen zu haben.

Das 46-jährige Hildener Opfer, der damals gerade in den Tunnel einfahren wollte, hatte eine Gestalt auf der Tunnelabdeckung wahrgenommen, gebremst und versucht auszuweichen. Trotzdem krachte die Bake auf seine Windschutzscheibe. Der Hildener und seine Mutter kamen mit dem Schrecken davon.

Nach Informationen unserer Redaktion hat der 30-Jährige, der bereits mehrfach wegen Gewalttaten und Eigentumsdelikten aktenkundig ist, die Tat bisher bestritten. Ein Haftrichter hatte allerdings genug Gründe gesehen, um den Mann trotzdem in U-Haft zu nehmen.

Der Angeklagte soll mehrere Jahre in Deutschland leben, zur Tatzeit hier aber keinen festen Wohnsitz gehabt haben. Er soll erst Tage zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden sein, wo er angeblich eine Haftstrafe wegen Betruges abgesessen hatte.

Im Falle eines Schuldspruchs wegen des Tunnelanschlags droht dem 30-Jährigen neben einer mehrjährigen Haftstrafe auch die Abschiebung in seine Heimat. Zumal sein Aufenthaltsstatus in Deutschland schon seit geraumer Zeit nicht eindeutig geklärt sein soll.

(wuk)