Blamage für Düsseldorf

uwe-jens.ruhnau

@rheinische-post.de

Schlimmer hätte es nicht kommen können. Das so fähige Düsseldorf versinkt in Streit und Politkalkül und blamiert sich. Die Absage für das Ed-Sheeran-Konzert zeigt, wo die Ratspolitik unter einem Oberbürgermeister, der zu Alleingängen neigt und mögliche Partner in Serie vergrault, angekommen ist: im kleinkarierten Karo. Die Grünen, über Monate kaum mehr wahrgenommen, haben in dem Konzert eine gute Gelegenheit gefunden, mal wieder klare Kante zu zeigen. Absage. Die CDU ist Bedenkenpartei geworden, weil sie so OB Geisel eins auswischen kann. Der hatte es nicht mal für nötig befunden, mal ein Gespräch mit der CDU-Fraktionsspitze zu suchen. Und so hat die CDU, die als Regierungspartei im Rathaus früher gerne auf die Expertise der Verwaltung verwies, ihr jetzt nicht getraut. Das bleibt. Die Eventstadt Düsseldorf, für die Euro 2024 zur Stadt mit dem besten Sicherheitsmanagement in Deutschland gekürt, verpasst eine Großchance und tritt einem der größten und erfahrensten Konzertveranstalter vors Schienbein. Peinlich.

(RP)