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Belastete Straßennamen in Düsseldorf: Projektgruppe startet nach Sommerpause

Nach der Sommerpause soll es losgehen : Belastete Straßennamen: Projektgruppe startet bald

Die Verwaltungskonferenz der Stadt Düsseldorf hat in ihrer Sitzung Anfang Mai 2022 die Organisationsstruktur zur Umbenennung von Düsseldorfer Straßennamen zustimmend zur Kenntnis genommen, sodass nun weitere Schritte folgen können.

Fast ein Jahr ist es her, dass der Stadtrat die Verwaltung beauftragte, für die Umbenennung von Straßen, deren Namensgeber „schwer belastet/nicht haltbar“ sind, ein Konzept für ein Beteiligungsverfahren von Bürgern und Anliegern zu erarbeiten. Zudem soll eine Projektgruppe aus Fachverwaltung, Politik und Vertretern der Gesellschaft eingerichtet werden. Nun soll diese Projektgruppe nach der Sommerpause starten. Darüber informierte die Verwaltung jetzt die Mitglieder der Bezirksvertretung 10, deren Stadtbezirk von einer Umbenennung betroffen wäre. Mitglieder sind unter anderem die Beigeordneten Cornelia Zuschke und Miriam Koch, Benedikt Mauer (Leiter des Stadtarchives) und Bastian Fleermann (Leiter Mahn- und Gedenkstelle).

Der Kulturausschuss hatte 2018 die Mahn- und Gedenkstätte und das Stadtarchiv beauftragt, mit einem wissenschaftlichen Beirat die 99 der 645 Straßen- und Platzbenennungen zu untersuchen, deren Namensgeber nach 1870 gestorben sind und in der Kolonial- oder Nazizeit Verbrechen begangen oder rechtes Gedankengut verbreitet haben. Zu 79 Straßennamen wurden Gutachten verfasst. Zwölf Straßennamen schlug das Gremium zur Umbenennung vor. In der konstituierenden Sitzung will die Stadt das Konzept im Entwurf vorlegen, wie man vorgehen wolle.