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Düsseldorfer Süden: A 46 wird sechsspurig

Düsseldorfer Süden : A 46 wird sechsspurig

Um den Verkehr zwischen Anschlussstelle Eller und Autobahndreieck Düsseldorf-Süd zu entzerren, baut der Landesbetrieb Straßen zwei zusätzliche Einfädelungsspuren. 26 Millionen Euro werden investiert. Der Baubeginn soll 2011 sein.

Die A 46 zwischen Anschlussstelle Düsseldorf Eller und Autobahndreieck Düsseldorf Süd ist oft verstopft. Die Autos stauen sich dort häufig, weil das Einfädeln zu den Ausfahrten schwierig ist. Mit zwei Bypässen will der Landesbetrieb Straßen NRW diese Verstopfung verhindern. "Eine zusätzliche Fahrspur in jeder Richtung führt an den Auffahrten zum Autobahndreieck vorbei", erklärt Holger Potthoff vom Büro IPL Consult, der für das Land die Pläne für den sechsspurigen Ausbau erarbeitet hat.

Die Problemlösung war kompliziert, weil dem sechsspurigen Ausbau des Teilstücks möglichst wenig Wiesen und Wälder geopfert werden sollten und der Landschaftsbeirat der Stadt Düsseldorf überzeugt werden musste, dass die Natur geschont wird.

Auf einen Ausbau wollte das Land aber nicht verzichten, weil dieses Teilstück das letzte vierspurige Stück der A 46 ist. "Die Erweiterung auf sechs Spuren ist im Landesprogramm Beseitigung von Stau- und Störfällen seit langem vorgesehen, mit dem Bau soll 2011 begonnen werden", erklärte Andreas Früh, Projektleiter des Landesbetriebs. 26 Millionen Euro werden investiert.

Die Pläne im Detail: Von der Auffahrt der Anschlussstelle Eller Richtung Wuppertal wird eine neue Fahrspur gebaut. Sie führt neben den bestehenden Spuren, zweigt dann in einem Bogen ab, unterquert die Ausfahrt der A 59 vom Dreieck Düsseldorf Süd Richtung Köln und führt dann mit einer Einfädelungsspur auf die A 46. "Die Autofahrer Richtung Wuppertal brauchen sich nicht mehr vor dem Dreieck Düsseldorf Süd einfädeln, kommen also nicht den Autos in die Quere, die von Düsseldorf aus auf die A 59 auffahren wollen", erklärt Potthoff den Vorteil.

Ähnlich die Lösung auf der Gegenfahrbahn. Autofahrer aus Wuppertal, die in Eller abfahren wollen, werden vor dem Dreieck Düsseldorf-Süd bereits auf einer neuen Spur in einem Halbkreis um die Abfahrt von der A 59 herumgeführt. "So sind auf dem kurzen Stück zwischen dem Dreieck und der Anschlussstelle ebenfalls keine Einfädelungs-Manöver mehr nötig", so Potthoff. "Wegen der neuen Fahrspuren kann der Verkehr besser fließen." Auf dem Teilstück wird zudem eine offenporige Asphalt-Deckschicht eingebaut. Sie vermindert Lärm.

Durch die Verbreiterung der Autobahn werden drei Hektar Grünflächen, davon 170 Quadratmeter Wald, zubetoniert. Knapp sechs Hektar werden wegen der Baustelle beansprucht. Dieser Verlust soll durch neue Grünanlagen ausgeglichen werden. Das sieht ein landschaftspflegerischer Begleitplan vor. Davon profitiert in erster Linie der Hoxbach neben der Autobahn. Er wird auf einer Länge von rund 600 Metern renaturiert und erhält ein breites, leicht geschwungenes Bett. Außerdem wird das Regenwasser von der Fahrbahn nicht direkt in den Bach geleitet, sondern in zwei neue Regenrückhaltebecken. Zwei Abscheider filtern leichte Flüssigkeiten und Stoffe wie Ölreste ab, das Wasser im Bach ist dann sauberer.

Da direkt neben der Autobahn nicht genug Platz für neue Pflanzungen ist, kommt Neuss in den Genuss von neuen Bäumen und Sträuchern. An der Anschlussstelle Neuss-Holzheim wird auf 9000 Quadratmetern ein Gehölzstreifen gepflanzt.

Wegen des platzsparenden Ausbau-Konzepts hatte der Landschaftsbeirat keine Bedenken.

(RP)