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Düsseldorf: Letzter Engpass der A 46 wird beseitigt

Düsseldorf : Letzter Engpass der A 46 wird beseitigt

Die Engstelle der Autobahn A 46 rund um das Autobahndreieck Düsseldorf Süd will der Landesbetrieb Straßenbau NRW endlich erweitern. Als letztes Teilstück der Autobahn soll sie auf sechs Spuren ausgebaut werden. Die Pläne für die Erweiterung stellten Ingenieurbüros gestern dem Landschaftsbeirat vor. Denn für den Ausbau der Autobahn müssen viele Grünflächen am Rand der Autobahn für neue Fahrbahnen geopfert werden.

Vor dem Dreieck gibt es oft Staus, weil zwei Abfahrten nur 200 Meter hintereinander liegen und Autofahrer, die Richtung Neuss beziehungsweise Richtung Köln fahren wollen, auf kurzer Strecke Fahrspuren wechseln müssen. Aus diesem Grund kommt es, so Andreas Früh, Projektleiter beim Landesbetrieb, vor dieser Stelle häufig zu langen Rückstaus.

Auch die Sicherheit soll mit der Erweiterung größer werden, für die unter anderen eine Brücke gebaut und eine Rampe für die Auffahrt zur A 59 verlegt werden soll. Darüber hinaus ist an eine bessere Entwässerung der Fahrbahnen bei starken Regenfällen gedacht worden. Es werden neben der Autobahn zwei Regenrückhaltebecken gebaut, in denen das Wasser zurückgehalten und kontrolliert in den Hoxbach eingeleitet werden kann. Schmutzstoffe werden durch einen Abscheider zurückgehalten, so die Gutachter im Landschaftsbeirat.

Den interessierte weniger die Straßenplanung, sondern mehr die Nachteile für die Natur. Denn für die neuen Fahrbahnen müssen wertvolle Biotope mit seltenen Pflanzen, die im Naherholungsgebiet rund um Elbsee und Unterbacher See heimisch geworden sind, zugeschüttet werden. Etwa drei Hektar gehen verloren, weitere 4,5 Hektar werden beim Umbau beansprucht. Als Ersatz soll unter anderen der Hoxbach aus seinem schnurgeraden Bachbett befreit werden und einen naturnahen Lauf erhalten.

Insgesamt will das Land 26 Millionen Euro investieren.

(RP)