48,3 Tonnen Müll: 11.000 sammeln Müll beim Dreck-Weg-Tag

48,3 Tonnen Müll: 11.000 sammeln Müll beim Dreck-Weg-Tag

10712 Helfer und 48,3 Tonnen Müll, das ist die Bilanz des 12. Dreck-Weg-Tages der Initiative "Pro Düsseldorf”. 28 Kindergärten, 31 Schulen und zahlreiche Vereine und Unternehmen beteiligten sich am Samstag bei der großen Reinigungs-Aktion. Ausgerüstet mit Handschuhen, Greifzangen und Gummistiefeln sammelten sie in Parks, am Rhein, auf Spielplätzen und sogar in der Düssel den achtlos weggeworfenen Müll auf.

"Wir sind stolz, dass so viele bei der Aktion mitgemacht haben”, sagt Ingo Lentz, Vorsitzender von "Pro Düsseldorf”. Die Initiative der Stadt, der Unternehmen und der Bürgerschaft wurde 1997 gegründet. Die erste Aktion war eine Plakat-Kampagne für eine sauberere Stadt. Mittlerweile hat "Pro Düsseldorf” zahlreiche Projekte.

Die Awista war mit 18 Mitarbeitern im Einsatz und holte den Müll an 150 Sammelstellen ab. Zudem enfernten sie die Graffiti am Bergischen Löwen an der Königsallee. Auch Jens Plöhn vom Malerbetrieb Franz Menke und sein zwölfjähriger Sohn Sven lösten mit Spezialreiniger die Schmierereien auf der Marmorbank am Schauspielhaus und an der St.-Lambertus-Kirche ab. Das Unternehmen beteiligt sich jedes Jahr am Dreck-Weg-Tag.

Die Waldorfschüler und die Kinder der Spielplatzinitiative Diepenstraße reinigten drei Tage lang ihre Spielanlage. "Wir haben viele Glasflaschen aufgesammelt. Die Scherben sind für die Kinder sehr gefährlich”, sagt Initiativegründerin Petra Sobotka. Erschrocken war sie vom Fund eines vollen Benzinkanisters: "Das ist unverantwortlich.” Die Jugendfeuerwehren entsorgten nahe der Autobahn 3 in Hubbelrath 35 fAutoreifen. Bis zu den Knien standen die 119 Helfer der Neuapostolischen Jugend in der Düssel und fischten Dosen, Flaschen und sogar einen Toaster aus dem Wasser: 50 Müllsäcke kamen dort zusammen.

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Nachhaltigkeitspreis vergeben

Über 8000 Kinder und Jugendliche halfen mit. "Wichtig ist, das Bewusstsein der Schüler zu ändern”, sagt Lentz. Daher zeichnen "Pro Düsseldorf” und der "Arbeitskreis Schule” besonders engagierte Helfer mit dem "Nachhaltigkeitspreis” aus: Die AWO-Kita Sonnenhaus und die beiden Kitas an der Opladener- und der Kanonierstraße erhalten je 200 Euro. Bei den Grundschulen haben die GGS Am Köhnen (500 Euro), die GGS Gerhard Tersteegen (300 Euro) und die St.-Elisabeth-Schule (200 Euro) gewonnen. Die Gemeinschaftshauptschule Benrath und das Gymnasium Koblenzer Straße erhalten je 500 Euro.

(RP)