Kinderspielzeug muss endlich sicher werden

Kinderspielzeug muss endlich sicher werden

Die Zahl klingt beunruhigend: Jedes zehnte Kind unter 14 Jahren reagiert allergisch auf Nickel. Dabei steckt der Stoff, der für Legierungen von Metallen verwendet wird, in Alltagsgegenständen wie Jeansknöpfen, Gürtelschnallen oder Essbesteck. Das Problem: Entwickeln Kinder eine Allergie gegen Nickel, können lebenslange Einschränkungen folgen. Dass immer häufiger auch Kinderspielzeug belastet ist, stellt viele Eltern vor Probleme: Wer will seinem vierjährigen Kind verbieten, mit dem heiß geliebten Metallauto mehrere Stunden am Tag zu spielen? Auch Jungen und Mädchen, die nicht mehr als Kleinkinder gelten, nehmen öfter Spielzeug noch in den Mund.

Wieder einmal guckt der Verbraucher in die Röhre: Denn obwohl Kontrolleure Alarm schlagen und Verstärkung in den eigenen Reihen fordern, tut sich die Politik bislang schwer. Das kann nicht so weitergehen. Deutschlands künftige Bundesregierung sollte deshalb konsequenter gegen Gift in Kinderspielzeug vorgehen und den Markt strenger überwachen. Die Industrie braucht einen Dämpfer – und Deutschland im besten Fall verbindliche Kontrollen durch unabhängige Dritte. Damit Spielzeug im Handel endlich sicher wird.

(RP)