Homepage des Ex-Ministers gehackt: Guttenberg ist jetzt "Bundeskuchenminister"

Homepage des Ex-Ministers gehackt : Guttenberg ist jetzt "Bundeskuchenminister"

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist schon wieder Opfer einer Torten-Attacke geworden, diesmal im Netz. Unbekannte Hacker haben am Sonntag die Homepage zu Guttenbergs gekapert, und ihn zum "Bundeskuchenminister" ernannt - samt Foto. Am Montagmorgen ist die Seite immer noch gekapert und zeigt die Karikatur.

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist schon wieder Opfer einer Torten-Attacke geworden, diesmal im Netz. Unbekannte Hacker haben am Sonntag die Homepage zu Guttenbergs gekapert, und ihn zum "Bundeskuchenminister" ernannt - samt Foto. Am Montagmorgen ist die Seite immer noch gekapert und zeigt die Karikatur.

Auf der Startseite von zuguttenberg.de ist am Sonntagmittag eine Fotomontage zu sehen, auf der ein Stück Torte samt brennender Kerze auf dem Kopf des CSU-Politikers thront. Darüber steht die Nachricht: "Karl-Theodor zu Guttenberg wird neuer Bundeskuchenminister."

In der "Erklärung" der Hacker verspricht zu Guttenberg in seiner Antrittsrede, in seinem neuen Amt die Kuchengesetze zu wahren und dafür zu sorgen, "dass wir auch weiterhin in Frieden essen können".

Auslöser ist wohl die Tortenattacke vom Freitag: Netzaktivisten der "Hedonistischen Internationalen" hatten dem Politiker während eines Treffens mit einem Internetexperten eine "Schwarzwälder Kirsch" ins Gesicht gedrückt. Sie warfen zu Guttenberg in einem auf ihrer Website veröffentlichten Text vor, sich kaum ein Jahr nach der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit wieder politisch etablieren zu wollen.

Nach Angaben des Bloggers Stephan Urbach, mit dem sich Guttenberg in einem Lokal im Berliner Stadtteil Friedrichshain getroffen hatte, brachte die Attacke den Ex-Minister allerdings nicht aus der Fassung. "Er nahm es recht locker", schrieb Urbach auf seiner Website. Und auf Guttenbergs Facebook-Seite hieß es: "Hurra, eine Tortenattacke! Ich dachte schon, ich würde in Friedrichshain verhungern."

Urbach, Mitarbeiter der Piraten-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, hatte sich mit Guttenberg getroffen, um sich über dessen Tätigkeit als EU-Berater für die Förderung von Demokratie und Menschenrechte durch ein freies Internet zu informieren.

(AFP)
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