1. Politik
  2. Ausland

Angela Merkel und François Hollande stellen sich hinter US-Luftangriff

Gemeinsame Erklärung : Merkel und Hollande verteidigen US-Luftangriff in Syrien

Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande haben den US-Luftangriff in Syrien verteidigt. Syriens Präsident Assad trage "die alleinige Verantwortung für diese Entwicklung", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

"Sein wiederholter Einsatz von chemischen Waffen und seine Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung verlangten eine Sanktionierung, wie Frankreich und Deutschland sie bereits im Sommer 2013 nach dem Massaker von Ghuta gefordert hatten", heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Statement. Die US-Armee hatte in der Nacht einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien bombardiert.

Die beiden Staatschefs hatten demnach am Morgen in einem Telefonat die Situation in Syrien nach dem Giftgaseinsatz vom 4. April und nach der US-Reaktion besprochen. Beide Länder würden mit ihren Partnern und im Rahmen der Vereinten Nationen ihre Bemühungen fortsetzen, um Assad für seine verbrecherischen Taten zur Verantwortung zu ziehen, kündigten sie an.

Merkel und Hollande riefen die internationale Staatengemeinschaft zudem auf, sich gemäß der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates und des Genfer Kommuniqués geschlossen für einen politischen Übergang in Syrien einzusetzen.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte Donald Trumps Schritt zuvor als "nachvollziehbar" bezeichnet. Die russische Führung verurteilte den US-Angriff scharf.

(oko/dpa)