St. Petersburg: Zeuge berichtet von Explosion

Razzien nach U-Bahn-Attentat : Zeuge berichtet von Explosion in St. Petersburg

In der russischen Großstadt St. Petersburg ist es am Donnerstag offenbar zu einer Explosion in einem Wohnhaus gekommen. Die Detonation soll sich nahe dem Ort ereignet haben, wo die Polizei kurz zuvor bei einer Razzia Sprengstoff gefunden und drei Personen festgenommen hatte.

Ein Zeuge soll die Explosion beobachtet haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Es habe keine Verletzten gegeben.

Die russische Polizei hat nach dem U-Bahn-Attentat von St. Petersburg eine Wohnung von Verdächtigen durchsucht und Teile eines Sprengsatzes entdeckt.

Die Bewohner stünden im Verdacht, Verbindungen zu dem 22 Jahre alten Selbstmordattentäter gehabt zu haben und stammten wie er aus Zentralasien, teilte das Ermittlungskomitee am Donnerstag mit. Nach Angaben russischer Medien wurden drei Personen festgenommen.

Der Verwaltungschef des betroffenen Stadtbezirks, Konstantin Serow, sagte russischen Nachrichtenagenturen, das Gebäude sei evakuiert worden. Spezialisten hätten einen Sprengsatz entschärft.

Der Selbstmordattentäter hatte am Montag 13 Menschen mit in den Tod gerissen und rund 55 Personen verletzt. Seither ist die Polizei in St. Petersburg in höchster Alarmbereitschaft. Am Mittwoch nahm sie acht Einwanderer aus Zentralasien fest, die für die Terrormiliz Islamischer Staat und den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida rekrutiert haben sollen. Die Ermittler fanden aber zunächst keine Beweise für eine Verwicklung der Verdächtigen in den U-Bahn-Anschlag.

(isw/REU/AP)
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