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"Deutschland spricht": Diskutieren Sie mit jemandem, der garantiert anderer Meinung ist!

Aktion „Deutschland spricht“ : Corona hat das Land verändert - diskutieren Sie mit!

Durch die Corona-Krise hat sich in den vergangenen Wochen in Deutschland rasend schnell fast alles verändert. Wie sehen Sie die Lage im Land? Was halten Sie von den politischen Entscheidungen? Diskutieren Sie mit!

Bestimmt haben Sie die Erfahrung auch schon einmal gemacht: Wenn man persönlich und in Ruhe mit jemandem spricht, der eine völlig andere Meinung hat, versteht man ihn plötzlich viel besser. Meistens ist man anschließend immer noch unterschiedlicher Ansicht. Doch die Beweggründe des Gegenübers zu verstehen, ist schon ein wichtiger erster Schritt. Viele von uns kommen in ihrem Alltag ohnehin nur selten mit Menschen ins Gespräch, auf der anderen Seite des politischen Spektrums stehen oder eine völlig andere Lebensrealität haben. In Zeiten von Corona und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen gilt das mehr denn je – dabei muss gerade jetzt in der Krise vieles neu verhandelt werden, was vor wenigen Monaten noch als selbstverständlich galt.

Deshalb möchten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit der „Zeit“ ein Gespräch mit jemandem vermitteln, der völlig anders tickt als Sie. So funktioniert es: Wir stellen Ihnen sieben Fragen – die erste finden Sie direkt unter diesem Absatz. Alle drehen sich um die Corona-Krise und ihre Folgen: Hat die Bundesregierung bisher richtig auf die Krise reagiert? Sollten für jüngere und ältere Menschen dieselben Einschränkungen gelten? Sollte der Datenschutz gelockert werden, um Infektionsketten schneller verfolgen zu können?

Anschließend bitten wir Sie, noch vier Fragen zu sich selbst zu beantworten, etwa zu Ihrem Beruf und Freizeitverhalten. Mit diesen Informationen geht unsere Software dann auf die Suche nach einem Gesprächspartner oder einer Gesprächspartnerin, der oder die möglichst wenige Fragen so wie Sie beantwortet hat – im Idealfall liegen Sie also in Ihren Ansichten maximal weit auseinander.

In einer Mail stellen wir Ihnen den Diskussionspartner kurz vor. Erst wenn Sie noch einmal bestätigt haben, dass Sie das Gespräch wirklich führen möchten, stellen wir den Kontakt her. Leider ist es derzeit nicht angeraten, gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen – deshalb muss der Austausch virtuell stattfinden, zum Beispiel über eine kostenlose Videokonferenz-Software. Nachdem wir einen Gesprächspartner für Sie gefunden haben, machen wir Ihnen einige Vorschläge, welche Programme und Apps sich dafür eignen. Idealerweise findet die Unterhaltung am 10. Mai 2020 um 15 Uhr statt. Vielerorts in ganz Deutschland vernetzen sich dann zeitgleich Menschen und tauschen Meinungen und Argumente aus, lernen hoffentlich, einander besser zu verstehen. Wir glauben, dass solche Gespräche ein wichtiger Beitrag dazu sein können, die Gräben zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu schließen.

Wie lange Sie miteinander sprechen, entscheiden Sie und Ihr Diskussionspartner natürlich selbst – ob Sie das Gespräch nach fünf Minuten abbrechen oder sich direkt für ein zweites virtuelles Treffen verabreden.

Die Aktion „Deutschland spricht“ hat die „Zeit“ vor der Bundestagswahl 2017 ins Leben gerufen. Schon damals waren 12.000 Menschen dabei. Inzwischen gibt es das Format auch in vielen anderen europäischen Ländern. Im vergangenen Oktober, bei der dritten Auflage der Aktion in Deutschland, lag die Zahl der Teilnehmer bei rund 18.000. Bisher wurden allen Diskutanten Gesprächspartner aus ihrer direkten Umgebung vermittelt, mit denen sie sich zum Beispiel in einem Café treffen konnten. Diesmal ist das wegen der Corona-Krise nicht möglich.

Die Rheinische Post beteiligt sich in diesem Jahr erstmals an der Aktion. „Debatten leben davon, sich ernsthaft mit anderen Meinungen zu beschäftigen. Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. In diesem Sinne freue ich mich auf spannende Impulse“, sagte Chefredakteur Moritz Döbler. Neben der „Zeit“ und der Rheinischen Post rufen auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Chrismon“, „evangelisch.de“ und die „Schwäbische Zeitung“ zur Teilnahme auf.

Unsere Redaktion wird zu einigen Teilnehmern vorab Kontakt aufnehmen, weil wir über die Aktion berichten möchten. Uns interessiert sehr, wie die Gespräche ablaufen – in dieser besonderen Zeit, über den ungewohnten virtuellen Weg. Natürlich berichten wir nur dann, wenn Sie und Ihr Gesprächspartner ausdrücklich einverstanden sind.

Wenn Sie sich sofort anmelden möchten, beantworten Sie einfach die erste Frage weiter oben in diesem Text.

Anmerkung der Redaktion: Die Anmeldefrist für dieses Jahr ist leider abgelaufen.