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Trotz Corona geht in Hilden die Arbeit für den Sport weiter

Sportbüro : Trotz Corona geht Arbeit für den Sport weiter

Claudia Ledzbor hat als Leitern des Hildener Sportbüros auch in Zeiten der Pandemie das „große Ganze“ im Blick. Denn es gibt auch eine Zeit nach Corona – mit Sport für alle Altersklassen.

Seit mehr als sechs Wochen sind die Sportstätten in Hilden wegen der Corona-Pandemie gesperrt. Nicht nur Meisterschaften in verschiedenen Sportarten sind auf Eis gelegt, sondern auch viele Termine der Vereine fallen aufgrund der behördlichen Verfügungen flach. Das gilt auch für städtische Sportveranstaltungen, bedeutet für Claudia Ledzbor aber keineswegs weniger Arbeit. „Man schafft Dinge, die man sonst nicht erledigt bekommt, weil sie liegen bleiben, wenn einen der Alltag einholt“, sagt die Leiterin des Hildener Sportbüros. Und meint damit vor allem die Basisarbeit, die notwendig ist, um den Sport in der Stadt weiter zu entwickeln. „Konzepte erarbeiten, abschließen, zu Papier bringen“, bringt sie es auf den Punkt und erklärt: „Aus der Fünf-Jahres-Sicht klären wir: Wie geht es mit den Projekten weiter?“

Ein Beispiel ist die Schwimmförderung für Kinder. „Es gab einen Zeitplan für die Kinder, der bricht aber gerade weg“, erläutert Ledzbor ein reduziertes Notfallkonzept: „Drei Einheiten reichen in diesem Jahr.“ Auch für die Bewegungsförderung gab es ein Konzept, das bis zu den Sommerferien galt und den angesprochenen Kindern ermöglichen sollte, alle vier Wochen neue Sportarten kennen zu lernen. Doch Corona machte einen dicken Strich durch die Rechnung. „Um die talentierten Kinder mache ich mir weniger Sorgen, die anderen wollen wir nach den Ferien persönlich ansprechen, um mal zu hören, wie es ihnen geht und ihnen ein paar Tipps zu geben, damit sie die Motivation nicht verlieren“, stellt Ledzbor fest.

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Obgleich momentan noch gähnende Leere auf den Hildener Sportanlagen herrscht, läuft der normale Arbeitsbetrieb weiter. Wie zum Beispiel Sicherheitsbegehungen von Turnhallen oder Ausschreibungen für Reparaturmaßnahmen. „Alltagsgeschäft“ nennt Ledzbor sicherheitsrelevante Tätigkeiten wie die Geräteüberprüfung und die Inspektionsberichte der durchführenden Firmen. Angebote von Handwerkern holt die Leiterin des Sportbüros bereits Anfang des Jahres im Januar oder Februar ein. „Aktuell haben zwei Firmen, mit denen wir zu tun haben, sehr viel zu tun“, berichtet sie. Einige Firmen melden sich eher, andere geben ihre Angebote später ab. „Das geht nicht auf Knopfdruck“, weiß Ledzbor. Der Zeitraum der Arbeiten erstreckt sich daher bis in den Herbst. Dabei betont Ledzbor: „Wir nutzen die Zeit, in der die Hallen leer stehen, um keinen Stress zu machen. Der Schul- und Vereinssport soll nicht gestört werden.“ Oft stellt sich auch die Frage, ob neue Geräte bestellt werden müssen oder die alten noch einmal repariert werden können.

Trotz Corona läuft auch die Planung von Veranstaltungen, die im Herbst stattfinden können, weiter. „Wir reservieren nach wie vor die Turnhallen. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass das Leben wieder normal läuft“, sagt Ledzbor. Zumal viele Klubs Veranstaltungen erst einmal verschoben haben, in der Hoffnung, dass es in der zweiten Jahreshälfte mit der Durchführung klappt. „Alle verstehen, was gerade passiert, deshalb gibt es von Vereinsseite niemanden, der Stress macht.“

Während die Fußball-Stadtmeisterschaften der Grundschüler in diesem Jahr wegen Corona ganz ausfallen, ist die Hoffnung groß, zumindest das Mini-Sportabzeichen durchführen zu können. „Wir leben nicht nur von jetzt auf gleich, sondern haben viele strategische Aufgaben zu bewältigen“, unterstreicht die Leiterin des Sportbüros. Denn längst hat sie auch schon die Planungen für 2021 im Blick.