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Brand in Teheran: 30 Tote bei Einsturz des Plasco-Gebäudes

Großbrand in Plasco-Gebäude : Dutzende Menschen sterben bei Hochhaus-Einsturz in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist ein brennendes Hochhaus eingestürzt. Der Bügermeister der Stadt spricht von mindestens 20 Toten.

Rund 200 Helfer sollen am Donnerstag im Einsatz gewesen sein. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, die Behörden hätten die Hausverwaltung in der Vergangenheit mehrfach auf mangelnde Brandsicherheit hingewiesen. So hätten Feuerlöscher gefehlt, in den Treppenhäusern sei Kleidung gelagert gewesen.

Mindestens 20 Feuerwehrmänner seien bei dem Großbrand ums Leben gekommen, wie Bürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen sagte. Ein Sprecher der Feuerwehr mochte die Angaben des Bürgermeisters aber nicht hundertprozentig bestätigen.

Dies sei zwar eine realistische Einschätzung, aber noch seien keine Leichen geborgen worden, sagte der Sprecher. Die Feuerwehrmänner konnten zwar am rechtzeitig alle Menschen aus dem brennenden Gebäude holen, wurden aber selbst von dem plötzlichen Einsturz überrascht. 20 bis 25 Feuerwehrmänner liegen laut Ghalibaf unter den Trümmern.

Das 17-stöckige Plasco-Gebäude war eines der der ersten Hochhäuser Teherans und befand sich im Stadtzentrum in der Nähe des Basars. Sein Einsturz war live im staatlichen Fernehen zu sehen - er ereignete sich, als ein Reporter gerade ein Interview vor Ort führte.

Das Hochhaus wurde in den 1960er Jahren von dem jüdischen Geschäftsmann Habib Elghanjan gebaut. Elghanjan wurde nach der Islamischen Revolution 1979 der Spionage beschuldigt und hingerichtet. Viele Juden verließen danach das Land.

(felt/klik/dpa/ap/AFP)