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Flugzeugabsturz in Kirgistan: Behörden vermuten einen Pilotenfehler

Absturz eines Jumbo-Jets : Behörden vermuten Pilotenfehler in Kirgistan

Bei einem Absturz einer türkischen Frachtmaschine in Kirgistan sind am Montag 35 Menschen ums Leben gekommen. Laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten soll ein Fehler des Piloten die Maschine zum Absturz gebracht haben.

Die türkische Frachtfluggesellschaft ACT Airlines geht nach ersten Erkenntnissen nicht von technischem Versagen als Ursache für den verheerenden Absturz eines ihrer Jumbo-Jets in Kirgistan aus. "Ersten Angaben zufolge haben keine technischen Ursachen oder Faktoren im Zusammenhang mit der Ladung den Unfall hervorgerufen", teilte die Fluggesellschaft am Montag mit. "Es gibt noch keine klaren und bestätigten Informationen bezüglich der Unfallursache", hieß es weiter, es werde in "mehrere Richtungen" ermittelt.

ACT Airlines bestätigte außerdem den Tod der vier Besatzungsmitglieder. Der Pilot, der Copilot, ein für die Fracht Verantwortlicher und ein Techniker seien ums Leben gekommen, hieß es. Die Besatzung sei sehr erfahren gewesen. Nach Behördenangaben wurden 32 Menschen am Boden tot geborgen. ACT sprach dagegen von 33 Todesopfern am Boden.

Durch den Absturz der Maschine in Bischkek kamen nach Behördenangaben insgesamt mindestens 35 Menschen ums Leben. Die Maschine der türkischen Frachtfluglinie ACT war in Hongkong gestartet und sollte nach einer Zwischenlandung in Bischkek weiter nach Istanbul fliegen. Das Unglück ereignete sich um 7.20 Uhr Ortszeit (2.20 Uhr MEZ).

Wegen des Nebels hatte am Sonntagabend eine Maschine mit Präsident Almasbek Atambajew an Bord auf dem Heimflug aus China auf einen 400 Kilometer von Bischkek entfernten Flughafen ausweichen müssen, wie das Büro des Präsidenten mitteilte. Dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Muhammetkaly Abulgasijew zufolge erlaubten die Wetterbedingungen am Montagmorgen jedoch durchaus eine Landung. Vor der türkischen Boeing seien elf Maschinen trotz des Nebels ohne Probleme gelandet, sagte er.

Angaben Abulgasijews zufolge vermuteten die Experten einen Pilotenfehler. Weitere Aufklärung erhoffen sich die Ermittler von den beiden Flugschreibern - einer von ihnen wurde von den Bergungsmannschaften gefunden, bevor sie ihre Suche für die Nacht unterbrachen.

Nach Angaben von ACT wurde die Firma 2004 gegründet. Sie ist demnach fast vollständig im Besitz einer chinesischen Gruppe und eines türkischen Teilhabers.

(klik/dpa/AFP)