Sonsbeck: Politik streitet über Zahl der Hundekotbeutel

Sonsbeck: Politik streitet über Zahl der Hundekotbeutel

Das Thema ist alt und kehrt doch immer wieder auf den Tisch der Politik zurück. Das sattsam bekannte Ärgernis, dass immer wieder Hundekot auf Wegen und Straßen liegen bleibt, weil ihn Herrchen und Frauchen nicht ordentlich in einer Tüte in den öffentlichen Abfalleimern entsorgen. An den Klagen ändert auch nicht die Zahl der Entsorgungseimer, die im vergangenen Jahr erneut deutlich zugenommen hat.

Inzwischen finden sich in Sonsbeck rund 200 Behälter. Zu wenig, meint die SPD und will an zusätzlichen Standorten Lücken an Tüten-Spendern Hundekot und die dazugehörigen Abfalleimer schließen. "Die Verunreinigung der Gehwege, Plätze und Grünanlagen durch Hundekot hat erheblich zugenommen", findet SPD-Fraktionschefin Christa Weidinger. "Es kann nicht sein, dass nichts zur Abhilfe getan wird." Der immer wiederkehrende Hinweis auf die Abfallbehälter im Gemeindegebiet scheine das Problem nicht zu lösen.

Man habe reichlich Mülltonnen, gestand SPD-Sprecher Frank Götteng im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen zu. Aber an einigen Stellen fehlten sie nach wie vor. Konkret nannte er den Bereich Findlingsweg/Dassendaler Weg sowie den Richtersdeich an den Ecken Neerstraße, Zur Licht und Weseler Straße sowie am Töpferweg in der Kurve an der Brücke. Zudem schlug er vor, an der Gommanschen Mühle ein Schild aufzustellen mit dem Hinweis "Kein Hundeklo".

"Wie ändern wir das Verhalten der Hundebesitzer?" fragte Claus-Dieter Klentze (FDP). Sonsbeck habe eine Hundesatzung, in der auch Strafen für Fehlverhalten festgelegt seien. "Der richtige Weg ist, dass die Verwaltung dafür sorgt, dass so etwas nicht mehr vorkommt." Notfalls, so Klentze, müsse Personal dafür eingesetzt werden. Wenn das zusätzliche Kosten verursache, müssten die dann über die Hundesteuer umgelegt werden.

  • Krefeld : Hüls: Beutel voll Hundekot hingen in Gartenhecke

Auch Bürgermeister Heiko Schmidt weiß, dass immer wieder Tüten in der Nähe von Spendergerät und Mülleimer im Gebüsch landen. Obwohl, da war man sich im Ausschuss einig, der weitaus größte Teil der Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß entsorge. Die Notwendigkeit, weitere Entsorgungsbehälter aufzustellen, sah er nicht. Das würde das Problem nicht lösen. Teilweise seien Behälter ab- und anderswo wieder aufgebaut wurden. "Wir haben auch schon mal einen Standort abgelehnt." Bei allem müsse man das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Blick behalten. Der Politesse der Gemeinde sei mit dem Weg gegeben worden, auch Ordnungswidrigkeiten, die nicht verkehrlicher Natur sind, zu ahnden.

Der Ausschuss folgte mehrheitlich den Ausführungen des Bürgermeisters: also keine zusätzlichen Spender und keine weiteren Mülleimer. Zumal Hundekot-Beutel kostenlos im Rathaus und bei den Tankstellen sowie in der Bäckerei Gerads in Labbeck und in der Bücherei in Hamb erhältlich sind. Allerdings wird vermutlich an der Mühle das von der SPD beantragte Hinweisschild aufgestellt.

(kump)
Mehr von RP ONLINE