Wülfrath: Eröffnung Herzog-Wilhelm-Markt

Ein Weihnachtsmarkt als Treffpunkt in Wülfrath : Herzog-Wilhelm-Markt ist Publikumsmagnet

Der Markt im Herzen Wülfraths begeistert. Cheforganisator Hans-Peter Altmann vom Förderverein kündigt seinen Rücktritt an.

Von Heike Bartels

Wülfrath Bestes Wetter, viele Besucher, gute Stimmung – besser hätte der Auftakt des 44. Herzog-Wilhelm-Marktes Freitagabend nicht sein können.

Auf der Bühne rockte „Optical Disaster“ um Sänger Dirk „Bovie“ Bovensiepen mit Coversongs den Markt und sorgte für Partystimmung. „Wir kommen auch wegen der Band“, erzählt Andrea Beato-Burgos, die mit Freundinnen auf dem Kirchplatz ist. „Es ist einfach schön hier, wir sind jedes Jahr dabei. Wir fangen immer mit Schneebällchen an und dann geht es mit Glühwein weiter“, beschrieb sie lachend die geplante Getränkeaufnahme.

Die Budenbetreiber waren von der guten Wetterprognose für die nächsten Tage begeistert - auch Vito Paciello, der zum ersten Mal eine eigene Bude hat. „Ich habe schon lange daran gedacht, mal mitzumachen“, sagt er. „Als jetzt eine Bude frei wurde, habe ich gleich zugesagt.“ Pizza mit verschiedenen Belägen gehört zum Angebot, aber auch Weiß- und Rotwein. „Dieser ist besonders gut und aus Bioanbau“, preist er gerade seinen besten an. Auch „Bigos“ kann man bei ihm probieren: „Von einer polnischen Kollegin gekocht.“ Ein paar Pizzazutaten fehlen noch. „Die kriege ich gleich“, sagt er ruhig - kleinere Pannen gehören am Anfang dazu.

Andere Kollegen sind erfahrene HWMler. „Wir sind schon 37 Jahre dabei“, sagt Marianne Meister stolz, die wie immer in der weihnachtlich dekorierten „Blumenhütte“ steht. „Hier gibt es den besten Glühwein“, steht für Klaus und Gerd, zwei langjährige Stammkunden, fest. „Wir haben alle durchprobiert.“ Auch das „Glühende Herz“, ein Heißgetränk mit Sahnehaube, haben Thomas Rössler und Familie seit 15 Jahren im Angebot. „Als der Förderverein die Organisation von Wülfrath pro übernommen hat, habe ich im Vorstand mitgearbeitet und dann auch mit der eigenen Bude angefangen“, erzählt Rössler. Die Band „Da Capo“, mit der er kommenden Samstag auf der HWM-Bühne steht, ist seitdem ebenfalls fester Bestandteil des Bühnenprogramms. Und dann gab es für Insider eine nicht unerwartete Ankündigung: Hans-Peter „Mr. HWM“ Altmann, Vorsitzender des Fördervereins, der den Markt lange federführend organisierte, hat nun für das nächste Jahr seinen Rückzug aus der Vorstandsarbeit angekündigt. „Es ist wohl das letzte Mal, dass er die Bands auf der Bühne ankündigt“, so Sänger „Bovie“.

Zusammen mit Iris und Jürgen Michel und ihrer Bude „Beim Südtiroler“ feiert auch Anke Conrad bereits ihr zehnjähriges Jubiläum auf dem HWM. In ihrer Bude „Lollos“ gibt es Bergischen Flammkuchen und weißen Glühwein. „Es war schon immer mein Traum, mit einer eigenen Bude dabei zu sein“, erzählt die Wülfratherin. „Irgendwann habe ich ihn dann verwirklicht.“ Der Aufwand sei groß, räumt sie ein: „Ich muss mir immer zehn Tage frei nehmen. Aber es macht Spaß.“ Unterstützung bekommt sie von ihrer Freundin Claudia Karrenberg, die auch die Idee für die aufwendige Dekoration mit silbernen Rettungsdecken an den Wänden hatte. Conrad selbst hatte die Idee, Glühwein in Kannen anzubieten. „Das ist preislich günstiger und man kann in Ruhe vor der Bühne trinken.“

Spaß haben auch Nicole Wünsch und Sohn Peter in der Bude der Musikfreunde: „Und kalt wird uns dank Ofen auch nicht.“