Rosenmontagszug in Wülfrath: Porno- und Horrfilme geworfen - Bußgeld

Rosenmontagszug in Wülfrath: Bußgeld gegen Karnevalisten wegen Porno- und Horrorfilmen als Kamelle

Weil beim Rosenmontagszug in Wülfrath bei Wuppertal Porno- und Horrorfilme als Kamelle verteilt worden sind, verhängt die Stadt ein Bußgeld. Noch zu Beginn der Woche wollte der Karnevalist rechtliche Schritte einleiten.

Das Bußgeld werde gegen einen Zugteilnehmer wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz verhängt, weil die Filme auch Kindern zugänglich gemacht worden seien. Das teilte eine Sprecherin der Stadt Wülfrath am Freitag auf Anfrage mit. Die Höhe des Bußgelds nannte sie nicht. Wie der Inhaber des Handwerksbetrieb, Martin Momcilovic, nun betont, „akzeptiere ich das Bußgeld, damit endlich Ruhe einkehrt.“ Das heiße jedoch nicht, „dass wir uns schuldig bekennen“.

Momcilovic und sein Team hatten beim Rosenmontagszug im Wülfrather Stadtteil Rohdenhaus neben Süßigkeiten und kleinem Spielzeug auch DVDs unter das jecke Volk gebracht. Wie danach auffiel, waren einige dieser Filme nur für Erwachsene (FSK18) geeignet. Momcilovic berichtete, diese DVDs – rund 400 an der Zahl – übers Internet erstanden zu haben. Dabei sei ihm zugesichert worden, dass es sich um kindgerechte Filme handele. Offenbar seien ihm aber „einige wenige Erwachsenenfilme vom Händler untergejubelt“ worden, vermutet der Wülfrather. Dass sein Fall nun so große Wellen schlägt, ist ihm unangenehm. „Uns tut diese Angelegenheit leid“, sagt er und hofft, dass sich die Wogen jetzt wieder glätten.

Noch am Dienstag sagte er unserer Redaktion, er habe rechtliche Schritte eingeleitet, weil er seinen Ruf geschädigt sieht. „Wir sind nicht sicher, ob die Filme von uns stammen. Doch wenn, dann war es sicherlich keine Absicht“, hatte er erklärt.

(skr/arue/dpa)
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