Wülfrath: Verwaltung schlägt Verbesserungsmaßnahmen für Wache vor

Politik diskutiert : Stadt beseitigt Sicherheitsmängel an Feuerwache

An der Wilhelmstraße ist ein rasches Handeln der Verwaltung erforderlich, bis ein Neubau umgesetzt werden kann.

Dass die Feuer- und Rettungswache an der Wilhelmstraße akute Mängel aufweist, ist für die Politik kein Novum. Daher beschäftigt sich der Umwelt- und Ordnungsausschuss am Donnerstag, 7. März, nicht nur mit dem Thema eines wahrscheinlich gewordenen Neubaus, sondern auch wie man die aktuelle Raumsituation schnell verbessern kann. Denn einen konkreten Zeitplan für einen Neubau gibt es noch nicht.

Bei einem Vor-Ort-Termin am 8. Januar hat man sich auf ein Paket aus vier Maßnahmen geeinigt, das nun die einzelnen Gremien durchlaufen und letztendlich im Rat beschlossen werden muss.

1. Erweiterung der Büroflächen um sechs Arbeitsplätze durch Teilung des Schulungsraumes: Da der Personalbedarf gestiegen ist, benötigt die Feuerwache insgesamt sechs zusätzliche Büroarbeitsplätze. Der jetzige Schulungsraum, in der ersten Etage des Wache untergebracht, soll dafür verkleinert werden. Drei Doppelbüros sollen dort entstehen. Zusätzlich müssen sieben Fenster im Obergeschoss sowie die Fenster von zwei bestehenden Büros im Erdgeschoss erneuert werden.

2. Errichtung einer Leichtbauhalle als temporäre Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen und notwendiger Lagerfläche: Die Arbeitssicherheit des jetzigen Umkleidebereichs wurde als mangelhaft bewertet. Ein neuer Umkleidebereich muss her. Ursprünglich sollten ein Container auf dem derzeitigen Schotterparkplatz aufgestellt werden. Neu ist nun der Ansatz, dass man stattdessen auf dem Parkplatz eine Leichtbauhalle für Fahrzeuge errichtet. Die Halle soll etwa 15 mal 15 Meter groß sein und Platz für zwei Fahrzeuge sowie zusätzliche Lagerfläche bieten. Dazu muss die Fläche asphaltiert werden, ebenso wie die Zufahrten. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Halle nach überschaubarer Nutzungsdauer noch einen Wiederverkaufswert besitzt.

3. Ersatzbau einer Parkplatzfläche für Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr: Da 20 Parkplätze wegfallen, soll auf der Wiese ein Ersatzparkplatz für 28 Fahrzeuge geschaffen werden. Die Zufahrt erfolgt von der Straße Hammerstein, da so auch die Unfallgefahr mit dem Begegnungsverkehr vermindert wird.

4. Umbau Fahrzeughalle (zwei Stellplätze) zum Umkleidebereich: Die bisherige Fahrzeuggarage soll so umgebaut werden, dass Platz für einen Umkleidebereich ist. Von dort sollen die Feuerwehrleute dann auch Zugang zum Sanitärbereich im Untergeschoss haben.

Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich laut Verwaltung auf rund 421.000 Euro. Sofern das Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Raumsituation im März im Stadtrat beschlossen wird, könnte man bereits Ende des Jahres mit dem Umbau fertig sein, die Erweiterung der Büroflächen könnte dann bereits im Juni abgeschlossen sein.

Die Feuerwache an der Wilhelmstraße ist in die Jahre gekommen, muss modernisiert und erweitert werden. Dafür ist im städtischen Haushalt eine Millionen-Investition vorgesehen. Foto: Dietrich Janicki

„Mir ist bewusst, dass  421.000 Euro viel Geld ist, aber aufgrund der gravierenden Sicherheitsmängel ist es gut investiert und dient zur Sicherheit der Einsatzkräfte“, sagte Kämmerer Rainer Ritsche.  Das Provisorium soll aber nur zur Überbrückung der Zeit (bis zu acht Jahre) bis zu einem Umzug dienen. Inzwischen spricht vieles dafür, einen Neubau auf dem alten Bahnhofsareal, dass die Stadt Ende 2018 erworben hat, zu errichten (wir berichteten). Dort könnte eine Wache für bis zu 110 Einsatzkräfte enstehen. Geprüft wird auch, ob auf dem Gelände der städtische Bauhof untergebracht werden kann.

(isf)
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