Rosenmontag 2019 in Wülfrath: Nicht-jugendfreie DVDs sind Aufreger beim Zoch

Ärger in Wülfrath: Nicht-jugendfreie DVDs als Wurfmaterial beim Rosenmontagszug

In Wülfrath gibt es nach dem Rosenmontagszug dicke Luft: Dort waren DVDs mit FSK-18-Beschränkung geworfen worden - und so in die Tüten von Kindern gelangt. Eltern und Zugorganisatoren sind aufgebracht.

Das Wetter hatte es Rosenmontag mit den Jecken in Wülfrath-Rohdenhaus gut gemeint. Teilweise bei Sonnenschein erlebten die Narren einen bunten Umzug mit insgesamt 24 Gruppen. Strahlende Kinder gingen mit prallen Tüten voller Kamelle, Schokolade und anderen Süßigkeiten nach Hause. In die ein oder andere Tasche gelangten jedoch offenbar auch DVDs mit FSK-18-Beschränkung.

Mehrere Eltern empörten sich über das Wurfmaterial. Auch die Kalkstadt-Narren Wülfrath (KSN), die jedes Jahr den Karnevalszug organisieren, sind sauer. „Das ist nicht nur allgemein schlecht für den Karneval, sondern auch für uns, und ganz schlecht für die Kinder“, sagt Roger Szielenkewitz, 1. Vorsitzender der KSN. „Wir stehen für einen familienfreundlichen Karneval.“ Von der Aktion hätten die Kalkstadt-Narren nichts gewusst.

Offenbar stammt das nicht-jugendfreie Wurfmaterial von einem Teilnehmer, der auch Mitglied der KSN ist, und bereits seit einigen Jahren mit eigenem Wagen beim Rosenmontagszug mitgefahren ist. Angeblich hat dieser Teilnehmer beim Verein bereits angedeutet, zu kündigen, im nächsten Jahr wolle er bei einem anderen Rosenmontagszug mitfahren, erklärt Szielenkewitz.

Auch das Ordnungsamt ist bereits eingeschaltet und prüft zunächst, ob der Sachverhalt stimmt, wer der Verursacher ist und ob ein Verstoß gegen das Jugendschutz vorliegt.

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Im nächsten Jahr müsse man die Zugteilnehmer besser darauf hinweisen, sagt Szielenkewitz. „Sowas darf einfach nicht passieren.“ Der Verein will gemeinsam überlegen, welche Konsequenzen man zieht.

(isf)
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