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Fußball: HSV: Klassenerhalt als oberste Maxime

Fußball : HSV: Klassenerhalt als oberste Maxime

Der Fußball-Bezirksligist, der in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entging, setzt sich erneut bescheidene Ziele. Trainer Jörg Gonschior ist außerdem bemüht, die Nachwuchsarbeit des Hamminkelner SV wieder anzukurbeln.

Jörg Gonschior zählt ungeduldig die Tage herunter. Denn bald geht es für den Trainer des Hamminkelner SV für zwei Wochen in den verdienten Urlaub. Die Vorbereitung hat beim Fußball-Bezirksligisten zwar bereits begonnen. "Doch die Übungseinheiten sind bei meinem Co-Trainer Andreas Burghammer in besten Händen", sagt Gonschior, der froh ist, "endlich einmal durchpusten zu können". Schließlich war ihm die abgelaufene Saison an die Nieren gegangen. Erst am vorletzten Spieltag hatte seine Mannschaft den Klassenerhalt perfekt gemacht. Zuvor hatten die Zeichen sogar einige Zeit auf Abstieg gestanden. Und dann war da ja auch noch die Fußball-Weltmeisterschaft, die den 53-Jährigen als Fan der deutschen Mannschaft ebenfalls einige Nerven gekostet haben.

Deshalb sehnt Jörg Gonschior seinen Urlaub herbei. Dort kann er entspannen und neue Energie sammeln. Die wird er in der kommenden Saison auch brauchen, da ist er sich sicher. Gonschior glaubt, dass bei sechs Absteigern erneut eine schwere Spielzeit auf den Hamminkelner SV zukommt und es wieder spannend bis zum Schluss sein wird. "Diese Liga ist kein Zuckerschlecken. Die Leistungsdichte ist größer geworden. Doch wir freuen uns auf unsere neue Gruppe", sagt Gonschior. Der HSV-Coach hofft, dass das große Zittern ausbleiben wird. "Wir wollen diese Saison schadlos überstehen. Ich hoffe, dass meine Mannschaft aus dem vergangenen Jahr gelernt hat." Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel des HSV. Nach dieser Spielzeit ist die Ligareform des Fußballverbandes Niederrhein abgeschlossen. Dann wird es nicht mehr die Fülle von Absteigern geben.

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Jörg Gonschior und Andreas Burghammer gehen beim Hamminkelner SV mit einem Reformkurs in die Zukunft. Das Trainerduo hat die Probleme im Club erkannt. In den vergangenen Jahren führten stets die routinierten Kräfte wie Andreas Buttenborg, Julian Weirather oder Peter Hütten das Team an. Doch diese Spieler werden nicht jünger. Ein Umbruch der Altersstruktur soll den HSV zukunftssicher machen. Jörg Gonschior will den Nachwuchs besser fördern, der bisher eher stiefmütterlich betrachtet wurde. "Wir wollen die Entwicklung unserer Jugendspieler viel besser begleiten. Zudem werden wir spezielle Fördertrainings anbieten. Wir brauchen wieder eigene Hamminkelner Talente", meint der Coach. In der kommenden Saison kann der HSV zumindest wieder eine eigene A-Jugend stellen - ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Bei der Zusammenstellung des Kaders hat Jörg Gonschior auf die richtige Mischung geachtet. Er verpflichtete erfahrene Akteure wie Hendric Storm, der vom PSV Wesel zurückkehrte. Zudem konnte er die Youngster Niklas Hollenberg, Fabian Mardorf (beide PSV Wesel, A-Jugend) und Jannis Simmes (BW Dingden, A-Jugend) vom neuen Konzept des Hamminkelner SV überzeugen. Einen weiteren Coup landete der HSV-Coach mit Torhüter Florian Albri, der bis 2011 bei den Bundesliga-A-Junioren des MSV Duisburg zwischen den Pfosten stand. Der Keeper war zuletzt vereinslos und suchte nun eine neue Herausforderung. "Die ersten Eindrücke von Florian Albri sind äußerst positiv", sagt Gonschior. Matthias Nagel, Sascha Tünte (beide Hamminkelner SV II) und Nico Jörgens (TuS Drevenack) sind die letzten im Bunde der Neuzugänge. Mit zwei Akteuren verhandelt Jörg Gonschior noch, die aus seiner Sicht "beide eine große Verstärkung" für den HSV wären.

(stgi)