Kreis Wesel entscheidet über Lösung für sein marodes Parkdeck

Neue Anlage soll 2020 fertig werden: Kreis entscheidet über Lösung für Parkdeck

Seit November 2015 ist das Parkdeck am Weseler Kreishaus wegen Baumängeln nicht mehr nutzbar. Trotz Anmietung der Parkpalette der Stadt am nahen Flugplatz Römerwardt stieg die Belastung benachbarter Wohngebiete durch Parksuchverkehr enorm.

Das war immer wieder Thema auch im Bürgermonitor der Rheinischen Post. Jetzt deutet sich eine richtungsweisende Entscheidung an. Am Dienstag, 19. Februar, kommt das Thema im Bauausschuss des Kreises auf den Tisch. Die Verwaltung schlägt vor, die Variante 1 der zuletzt untersuchten Möglichkeiten auf den Weg zu bringen. Sie sieht ebenerdiges Parken mit Fremdanmietung fehlender Stellplätze vor.

Die Grobkosten der neuen Anlage werden laut Vorlage der Verwaltung auf 1,8 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen Ausgaben für den Abriss der jetzigen Ruine, so dass mit Gesamtkosten von drei Millionen Euro zu rechnen ist. Damit käme der Kreis in den Genuss der maximalen Förderquote von 90 Prozent. Für den Rückbau sind bereits allerlei Vorarbeiten und Planungen erfolgt. Der eigentliche Abriss soll noch in diesem Jahr begonnen werden. „Für die Umsetzung dieser Variante wird nach Fertigstellung des Rückbaus aktuell mit einem Zeitraum von zirka vier bis sechs Monaten gerechnet. Also kann realistisch hier mit einer Fertigstellung zu Mitte 2020 gerechnet werden“, heißt es in dem Papier der Verwaltung für den Fachausschuss.

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Zu den reinen Baukosten kämen die Mietkosten für die zusätzlich benötigten Stellplätze. Diese sowie die Bereitschaft zu einem langjährigen Mietverhältnis müssten im Detail noch mit der Stadt Wesel ausgehandelt werden, sagt die Kreisverwaltung. Bislang habe die Weseler Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sie sich neben einem Verkauf der Immobilie auch eine langfristige Vermietung des Parkdecks an der Karl-Jatho-Straße unter Anpassung der Miete und der damit entstehenden Pflichten (Sanierung) vorstellen könne.