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Wesel: Bahnhofsmanager will Fußgängertunnel am Bahnhof mit Wesel-Motiven gestalten

Bahnhofsmanager kündigt an : Bahn will Tunnel mit Wesel-Motiven gestalten

Spätestens im Sommer sollen sämtliche Umbauarbeiten im Bahnhof abgeschlossen sein – inklusive der Beseitigung von Wasserschäden.

Seit Monaten schon ärgern sich Reisende über den an mehreren Stellen abbröckelnden Putz im Fußgängertunnel des Weseler Bahnhofs, der in den vergangenen Jahren für mehrere Millionen Euro aufwendig saniert wurde. Klaus Oberheim, als Bahnhofsmanager in Duisburg zuständig für nicht weniger als 65 Bahnhöfe in der Region, sind die Mängel durchaus bekannt. Und er will dafür sorgen, dass sie so schnell wie möglich behoben werden. Das hat er bei einem Ortstermin angekündigt.

 Bahn-Mitarbeiter erneuern Schilder, die mutwillig abgerissen wurden.
Bahn-Mitarbeiter erneuern Schilder, die mutwillig abgerissen wurden. Foto: Klaus Nikolei

„Wir werden jetzt bis zum Frühjahr warten, um dann die Ursache für das eindringende Wasser im Mauerwerk herauszufinden und die Schäden beseitigen“, erklärt Klaus Oberheim. Sobald das erledigt sei, wolle man in Absprache mit der Stadt dafür sorgen, dass der Fußgängertunnel „sexyer wird“. Denn sonderlich ansprechend ist der Durchgang, der in Lichtgrau und Dunkelgrau gehalten ist und für den die Stadt eigentlich allein zuständig ist, tatsächlich nicht. Oberheim nimmt im Gespräch mit unserer Redaktion kein Blatt vor den Mund und formuliert es so: „Eine schöne Braut ist das ja nicht gerade. Ich könnte mir vorstellen, dass man den Tunnel bunt und attraktiv mit verschiedenen Stadtmotiven gestalten kann – vielleicht in Form von Graffiti-Kunst.“

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Beim Ortstermin machte Oberheim zusammen mit seinem Kollegen Nicolas Krallmann, der bei der Bahn als Bau- und Anlagenmanager tätig ist, deutlich, dass man Ende des zweiten Quartals 2019 sämtliche Sanierungsarbeiten auf den Bahnsteigen endgültig abschließen werde. „Das bedeutet, dass bis dahin die alten Lautsprecher ersetzt werden und das Provisorium endet“, so Krallmann. Parallel dazu werde man die mittlerweile mit Beton notdürftig ausgebesserten Treppenstufen so aufarbeiten, dass am Ende „alles schön und ordentlich ist“.

Dass der Gesamteindruck durch den verwilderten Streifen zwischen Bahnhofsgebäude und dem Bahnsteig 2 leidet, ist Klaus Oberheim durchaus bewusst. „Auch wenn dies auf DB-Gelände liegt: Als Bahnhofsmanager bin ich dafür tatsächlich nicht zuständig. Diese Fläche gehört der DB Netz AG. Und die Kollegen haben natürlich in erster Linie die Verkehrssicherung auf der Schiene im Fokus. Heißt: Sie sorgen dafür, dass Bäume oder Büsche den Bahnverkehr nicht gefährden.“

Dass kürzlich zahlreiche Mitarbeiter Oberheims im Bahnhof tätig waren, hat unter anderem mit einer Reihe von Vandalismusschäden zu tun, die beseitigt werden mussten. Unter anderem haben Unbekannte Verblendungen in der Bahnhofshalle abgerissen, zum wiederholten Male Platten an der Fassade eingeschlagen, die Türanlage zerstört und Schilder beschädigt.

Froh ist der Bahnhofsmanager darüber, dass die Stadt, mit der „wir hervorragend zusammenarbeiten“, dafür gesorgt hat, dass vor mehr als einem Jahr auf dem Vorplatz eine öffentliche Toilettenanlage installiert wurde. Die sei bislang nicht beschädigt, nicht beschmutzt und auch nicht mit Farbe beschmiert worden. „Dafür sorgen schon die Taxifahrer nebenan“, sagt Oberheim. „Die soziale Kontrolle funktioniert.“