Wermelskirchen: Ein Abend voller Überraschungen

Wermelskirchen: Ein Abend voller Überraschungen

Schon auf dem Weg in den Konzertsaal erlebten die Besucher eine Überraschung - zumindest diejenigen, die sich zum ersten Mal auf den Weg zum Weihnachtskonzert des MGV Niederwermelskirchen gemacht hatten. Glühweinduft empfing die Gäste schon am Nachmittag im gemütlichen Festzelt vor dem Gemeindezentrum in Neuenhaus. Und wer dann den Weg in den Konzertsaal fand, der traf dort in den folgenden zwei Stunden ebenfalls auf eine Überraschung musikalischer Art.

Bereits am Nachmittag hatte das Publikum dem MGV, dem Kammerchor, den Sängern von "Reharmonie" und dem Gastchor Benedictus aus Wuppertal zugejubelt. Kaum eine Stunde, nachdem der Applaus verklungen war, standen die Männer bereits erneut auf der Bühne. Musikalische Unterstützung bekamen sie erneut von den Sängern der "Reharmonie", deren Mitglieder die Erfahrung eines Schlaganfalls eint. Als Gastchor war am Abend dann der russisch-deutsche Kammerchor "Cantilene" unter Leitung von Valentina Broil zu Gast.

Gemeinsam stellten sie ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine. Englische Texte scheuten die fast 30 Männer ebenso wenig wie russische, fröhliche oder getragene Melodien. Schon zu Beginn überließen sie die Bühne der "Reharmonie". Das Ensemble versprühte so viel Lebensfreude und Begeisterung, dass das Publikum fröhlich mitsummte, zuweilen einstimmte und den Chor mit viel Applaus belohnte. Den bekamen auch die deutsch-russischen Sänger aus Köln. Haargenau, ohne einen abweichenden Ton, präsentierten sie ihr weihnachtliches Programm. Russische Kirchenlieder hatten sie ebenso mitgebracht wie liturgischen Gesang, Liebeslieder ebenso wie bekannte Filmmelodien.

Für eine weitere Überraschung sorgten die sieben Männer des Kammerchores - ebenso wie das große Ensemble unter Leitung von Peter Rinne. Starke Stimmen, bewegende Soli und ungewöhnliche Stimmen ließen den Auftritt zum Glanzpunkt des Abends werden. Die Sänger brachten Melodien der Wise Guys ebenso auf die Bühne wie eine unerwartete Version von "Maria durch ein Dornwald ging". Unter dem Jubel des Publikums verließen sie die Bühne und machten Platz für das große Finale des Männergesangvereins. In 13 Stücken aus verschiedenen Epochen, Sprachen und Stilen erzählten die Männer die Weihnachtsgeschichte. Den Text aus dem Lukasevangelium steuerte ein Sprecher bei. Und so wurde im Gemeindezentrum still und heimlich schon am dritten Advent plötzlich Weihnachten.

(resa)