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Wegberg: Riesensause für die Schulleiter

Wegberg : Riesensause für die Schulleiter

Zu Ehren des scheidenden Schulleiters Willy Meersmann und seiner Vertreterin Ursula Schmitz-Lanske stellten die Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums ein großes Schulfest auf die Beine.

"Toll", entfährt es dem applaudierenden Schulleiter. Begeistert sitzt Willy Meersmann im Klassenraum der Klasse 5 d des Wegberger Maximilian-Kolbe-Gymnasiums. Gerade hat nicht etwa ein Schüler eine besonders gute Leistung in Mathematik hingelegt. Vielmehr ist es Mode, die Meersmann in seinen Bann zieht. Der Unterricht ist am Samstag meilenweit entfernt von der Schule, stattdessen sorgen unzählige Menschen für eine wahre Volksfeststimmung in der Schule.

 Am Samstag wurden Schulleiter Willy Meersmann und seine Vertreterin Ursula Schmitz-Lanske mit einem Oldtimer zum Schul- und Abschiedsfest abgeholt.
Am Samstag wurden Schulleiter Willy Meersmann und seine Vertreterin Ursula Schmitz-Lanske mit einem Oldtimer zum Schul- und Abschiedsfest abgeholt. Foto: Reinhardt

Das Schulfest hat auch einen wichtigen Grund: Schulleiter Willy Meersmann nimmt Abschied von "seinem" Maximilian-Kolbe-Gymnasium und geht in die wohlverdiente Ruhephase der Altersteilzeit. Auch seine Stellvertreterin Ursula Schmitz-Lanske beendet derweil ihre berufliche Laufbahn (die RP berichtete). Beiden zu Ehren bereiteten die Schüler mit viel Akribie eine riesige Party vor - das Ergebnis hat sich am Samstag mehr als nur sehen lassen können.

 Die SV hatte eine Rede vorbereitet, die Henrik Lambertz und Tobias Eckers hielten, und Schüler dankten in großen Buchstaben und mit Rosen.
Die SV hatte eine Rede vorbereitet, die Henrik Lambertz und Tobias Eckers hielten, und Schüler dankten in großen Buchstaben und mit Rosen. Foto: Reinhardt

Gut beraten ist derjenige gewesen, der die Schule entweder mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht hatte, denn die Parkplätze rund um die Schule waren schlichtweg zugeparkt. Es müssen also zwei besondere Pädagogen sein, für die das Schulfest organisiert wurde. Egal, worauf der Blick fällt: Mit viel Liebe zum Detail hatten die Schüler das Fest auf die Beine gestellt. Beispiel Modenschau im Klassenraum der 5 d: Flower Power, Weihnachtselfen, Pretty Woman, Fluch der Karibik mit akrobatischen Elementen - dass Meersmann da viel Applaus gibt, ist nicht verwunderlich.

 Am Samstag wurden Schulleiter Willy Meersmann und seine Vertreterin Ursula Schmitz-Lanske mit einem Oldtimer zum Schul- und Abschiedsfest abgeholt. Schüler, Eltern und Lehrer nahmen sie in Empfang. Die SV hatte eine Rede vorbereitet, die Henrik Lambertz und Tobias Eckers hielten, und Schüler dankten in großen Buchstaben und mit Rosen.
Am Samstag wurden Schulleiter Willy Meersmann und seine Vertreterin Ursula Schmitz-Lanske mit einem Oldtimer zum Schul- und Abschiedsfest abgeholt. Schüler, Eltern und Lehrer nahmen sie in Empfang. Die SV hatte eine Rede vorbereitet, die Henrik Lambertz und Tobias Eckers hielten, und Schüler dankten in großen Buchstaben und mit Rosen. Foto: Reinhardt

"Willy Meersmann hat eine Menge für die Schüler und das Maximilian-Kolbe-Gymnasium getan", sagen einige Eltern, die in lockerer Runde auf dem Schulhof stehen, übereinstimmend. Es sei ein positiver Wind gewesen, der in den 15 Jahren seines Wirkens als Schulleiter durch das Gebäude geweht sei. Meersmann habe für Motivation gesorgt.

Nebenan werden selbst die älteren Schüler wieder zu Kindern: Sie wagen sich auf die knallroten Bobbycars und flitzen durch den Parcours, der über den großen Schulhof führt. Sie sind sogar fit im Seilspringen und im Dosenwerfen - es ist erstaunlich, für wie viel Abwechslung bei diesem besonderen Schulfest gesorgt ist.

Auch im Schulgebäude ist viel los: Kulinarische Angebote organisieren die Schüler selbst. Unterdessen begeistern sie die Besucher mit einer Chemieshow, Quizduellen, Schlag die Schulleitung, einem Minikonzert, einem Logik- und Knobelparcours und vielen weiteren abwechslungsreichen Angeboten.

Unterm Strich: Willy Meersmann ist der gefragte Stargast der großen Sause. Nun weiß er zumindest, warum er lange Zeit einen bestimmten Raum in der Schule auf gar keinen Fall betreten durfte - hier hatten die Schüler nämlich hinter seinem Rücken das Spektakel zum Abschied organisiert.

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