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Viersen: Wirtschaftsförderer zieht eine positive Bilanz

Viersen : Wirtschaftsförderer zieht eine positive Bilanz

Er ist kein Mensch, der die Hände in den Schoß legt, wenn er eine Arbeit erledigt hat. Thomas Küppers ist am liebsten viel beschäftigt. Und in den vergangenen fünf Jahren hatte Viersens städtischer Wirtschaftsförderer auch jede Menge zu tun.

Der 44-jährige Willicher fühlt sich dennoch nicht überlastet, verweist auf ein schlagkräftiges Team in seinem Fachbereich. Die Mitarbeiter hat er in den vergangenen Jahren selbst ausgewählt. Sie bilden eine Mischung aus erfahrenen Kämpen wie Norbert Jansen und engagierten Nachwuchskräften wie die junge Citymanagerin Mareike Meyer.

Seit fünf Jahren in Viersen

Ihr Chef zieht eine insgesamt positive Bilanz seiner bisherigen fünfjährigen Amtszeit in Viersen. "Wir haben sehr viel erreicht", sagt er. Küppers verweist auf die vielfältigen Themenfelder, die er und sein Team beackern. Die Neuansiedlung von Firmen — immer ein Highlight für eine Stadt — ist dabei nur eine Aufgabe. Rund 170 000 Quadratmeter städtischer Gewerbeflächen wurden in der Amtszeit Küppers verkauft, rund 680 Arbeitsplätze neu geschaffen. Wenn dann Firmen schließen wie zuletzt Amcor oder der Stadt den Rücken kehren wie die Kaiser's-Hauptverwaltung sei das bedauerlich und stets ein Rückschlag für die Bemühungen, den Wirtschaftsstandort Viersen zu stärken, meint Küppers.

Die Bestandspflege der Unternehmen sei deshalb besonders wichtig. Ein Ziel seiner Arbeit: Firmen in Netzwerken zusammenzuführen. Sehr am Herzen liegt ihm die Existenzgründung von Nachwuchsunternehmern. Da weist er auf das Viersener Gewächshaus hin. Das habe sich als feste Größe in der Kreisstadt etabliert. Der Trägerverein ist in den vergangenen Jahren von fünf auf 50 Mitglieder gewachsen. Für Küppers ist dies ein Beleg für das Interesse, das das Gewächshaus in der Viersener Unternehmerschaft findet.

Als Geschäftsführer der städtischen Grundstücks-Marketing-Gesellschaft (GMG) verweist Küppers auf die Neubaugebiete, die in den Stadtteilen entstanden sind — etwa an der Neustraße in Süchteln, Burg-acker in Dülken oder im Stadtpark Robend. Fürs frühere britische Militärdepot hat die GMG die Verwaltung erst im vorigen Jahr von der städtischen Entwicklungsgesellschaft übernommen.

Als Wirtschaftsförderer kümmert sich Küppers auch um den Viersener Einzelhandel. Hier ist er besonders glücklich über die Fusion der drei Werberinge. "Schön ist, dass Händler in Alt-Viersen, Dülken und Süchteln gemeinsam für die Belange der Stadtteile an einem Strang ziehen. Das war nicht immer so", sagt Küppers. Wichtig sei, dass der Einzelhandel — vor allem angesichts der Herausforderung, die in den nächsten Jahren auf ihn zukommen (Stichwort: Gladbacher Arcaden), — selbst aktiv wird. "Ohne Eigeninitiative geht's nicht. Wir brauchen noch mehr Bereitschaft, sich zu engagieren." Schön wäre es deshalb, wenn sich mehr Firmen an der Arbeit des Werberings "Viersen aktiv" beteiligen würden.

(RP/rl)