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Niederkrüchten: Feuerwehr verbucht steigende Einsatzzahlen

Niederkrüchten : Feuerwehr verbucht steigende Einsatzzahlen

2017 mussten die Kräfte der Niederkrüchtener Wehr deutlich häufiger zu Einsätzen ausrücken als zuvor

Nachdem das Jahr 2015 mit 143 Einsätzen für die Niederkrüchtener Feuerwehr schon ein sehr einsatzreiches war, steigerten sich die Zahlen nach einem leichten Rückgang im Jahr 2016 dann im vergangenen Jahr deutlich: Zu 165 Einsätzen mussten die Wehrleute im Jahr 2017 ausrücken, 130 waren es im Jahr 2016 gewesen. Auch die Zahl der Alarmierungen stieg an - das liegt daran, dass zu bestimmten Tageszeiten und bei bestimmten Einsatzgründen mehr als ein Löschzug alarmiert wird. 257 Alarmierungen verzeichnet die Statistik für 2017, 201 waren es im Jahr davor.

Das Verhältnis zwischen Einsätzen in technischer Hilfeleistung und Brandeinsätzen liegt seit Jahren relativ stabil bei etwa 70 zu 30. 2017 waren es 178 Alarmierungen zu technischer Hilfe und 79 zu Brandeinsätzen. Darunter waren mehrere schwere Verkehrsunfälle, unter anderem auf der B221 - sowie die Brände an der Kahrstraße in Brempt und im Dezember in Brüggen am Vennberg, wo die Niederkrüchtener Feuerwehr die Brüggener Kameraden unterstützte. 53 Menschen wurden verletzt an den Rettungsdienst übergeben, fünf Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Wehrleiter André Erkens lobte das Engagement der Jugendfeuerwehr. Im dritten Jahr in Folge seien die Mitgliederzahlen in der aktiven Wehr gestiegen - von 117 Aktiven im Jahr 2016 auf 121 im vergangenen Jahr. Die meisten Zugänge verzeichnet der Löschzug Niederkrüchten, nicht nur, aber auch aus der Jugendfeuerwehr.

Bürgermeister Kalle Wassong wies in seiner Ansprache auf die hohe Wertschätzung hin, die die Feuerwehr bei den Bürgern der Gemeinde genieße. Um bei zukünftigen extremen Wetterereignissen wie dem Sturm Friederike im Januar noch besser gerüstet zu sein soll ein "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" eingerichtet werden. Hinsichtlich der zwei Fahrzeuge, die dringend erforderlich seien, teilte er mit, dass die Verwaltung der Politik einen Weg vorschlagen wolle, wie beide noch dieses Jahr bestellt werden könnten. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Metzer kam auf den Sturm und die Auswirkungen zu sprechen. Solche Wetterereignisse seien auch zukünftig zu erwarten. Er dankte der Feuerwehr Niederkrüchten ausdrücklich für den Einsatz und dass sie "so besonnen in diesen Sturmtag gegangen" sei.

(RP)